Frodeno: "Training absolut zweitrangig"

Triathlet Jan Frodeno

Frodeno: "Training absolut zweitrangig"

  • Triathlet muss wegen Coronavirus improvisieren
  • Simuliert Schwimmbewegung mit Gummibändern
  • "Gewisses Niveau halten"

Viele Sportler müssen aufgrund der Coronakrise aktuell individuell trainieren. Den Triathleten und Ironman-Weltmeister Jan Frodeno trifft es dabei besonders hart. Der gebürtige Kölner lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern in Girona in Spanien und ist damit auch von der nationalen Ausgangssperre betroffen.

"Ich gehe die Tage ein bisschen lockerer an, auch damit mein Immunsystem nicht am Limit ist", sagte Frodeno. "Zudem ist ja relativ sicher, dass - vorsichtig formuliert- in den nächsten Wochen und schon gar nicht in meiner Sportart mit Rennen mit ein paar tausend Teilnehmern zu rechnen ist." Seine Laufeinheiten absolviert der 38-Jährige auf dem Laufband, die Radeinheiten kann er mit Hilfe eines sogenannten Rollentrainers durchziehen. Die Schwimmbewegungen will Frodeno mit einem Gummiband simulieren.

Deutscher Doppeltriumph bei Ironman-WM auf Hawaii

Sportschau 18.12.2019 02:09 Min. Verfügbar bis 18.12.2020 ARD Von HR-Reporter Mathias Merget

Training "absolut zweitrangig"

"Es geht jetzt darum, ein gewisses Niveau zu halten und dann zu schauen, wie es weitergeht", sagte Frodeno. "Man weiß ja auch nicht, ob die Quarantäne-Maßnahmen noch mal verlängert werden." Derzeit sei das Training für ihn aber "absolut zweitrangig", sagte er. "Es gibt gerade Wichtigers als den Sport."

Ihm und seiner Familie gehe es gut, sagte Frodeno, der mit der gebürtigen Emma Snowsill verheiratet ist. Beide wurden 2008 in Peking Olympiasieger im Triathlon, Frodeno triumphierte zudem 2015, 2016 und im Oktober vergangenen Jahres bei der Ironman-Weltmeisterschaft

Ironman-WM auf Hawaii - der Zieleinlauf von Jan Frodeno Sportschau 12.10.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 12.10.2020 Das Erste

Stand: 17.03.2020, 10:28