Struff verpasst trotz guter Leistung ersten ATP-Sieg

Jan-Lennard Struff im Finale des ATP in München

Struff verpasst trotz guter Leistung ersten ATP-Sieg

Tennis-Profi Jan-Lennard Struff hat den ersten ATP-Sieg seiner Karriere verpasst. In München unterlag der gut aufgelegte Warsteiner im Endspiel einem noch besseren Nikolos Bassilaschwili (Georgien).

In einem intensiven und hochklassigen Finale verlor der Warsteiner am Sonntag nach knapp anderthalb Stunden mit 4:6, 6:7 (5:7). Damit bleibt es für Struff bei drei Titel im Doppel auf der ATP-Tour sowie fünf bei insgesamt acht Finalteilnahmen im Einzel auf der zweitklassigen Challenger Tour.

Erneut schwacher Beginn von Struff

Struff fand zu Spielbeginn kein Mittel gegen das kraftvolle und präzise Spiel Bassilaschwilis. Wie schon im Halbfinale gegen Qualifikant Ilja Iwaschka (Belarus) fand er zunächst nicht so richtig in die Partie. Bassilaschwili führte schnell mit 2:0. Jedoch kämpfte sich die deutsche Nummer zwei aus Warstein dann mit einem starken eigenen Aufschlagspiel auf 1:2 heran. Allerdings misslang ihm im folgenden Spiel ein Volley-Stop am Netz nach starker Cross-Rally - 1:3 aus Sicht Struffs.

Regen sorgt für Spielunterbrechung

Der 31-Jährige verkürzte bei eigenem Aufschlag auf 2:3, aber auch Bassilaschwili agierte stark bei eigenem Service. Beim Stand von 2:4 wurde das Spiel wegen Regens unterbrochen. Nach Wiederbeginn gelang Struff ein guter Start. Mit seinem vierten Ass der Partie schob er sich wieder auf 3:4 heran, daran konnte auch die starke Vorhand von Bassilaschwili nichts ändern. Der Georgier verbaute Struff bei eigenem Aufschlag aber jegliche Break-Chancen und retournierte in der Folge auch zunehmend schwierige Bälle. Bassilaschwili nutzte dann den ersten Satzball.

Erste Breakchance von Struff ungenutzt

Struff schlug zu Beginn des zweiten Satzes sein fünftes Ass und holte sich daraufhin das erste Spiel. Auch anschließend ging er hohes Risiko bei den ersten Aufschlägen. Doch auch beim Stand von 2:1 für den Deutschen spielte Bassilaschwili in einem temporeichen Spiel mit recht kurzen Ballwechseln seinen Streifen relativ unbeeindruckt runter.

Struff in Satz zwei mit besserer Schlagvariation

Obwohl Struff seine erste Breakchance im zweiten Satz zum möglichen 4:2 nicht nutzen konnte und das 3:3 kassierte, hielt er in der Folge die Konzentration weiter hoch und variierte nun seine Schläge etwas mehr. Dies zeigte in Kombination mit weiterhin starkem Aufschlagspiel durchaus Wirkung - mit zwei weiteren Assen holte sich Struff das 5:4.

Das Spiel blieb jedoch genauso ausgeglichen wie hochklassig, es ging in den Tie-Break. Auch da konnte sich zunächst keiner der Kontrahenten entscheidend absetzen. Zwei Unforced Errors von Struff führten allerdings zu zwei Matchbällen für Bassilaschwili. Den ersten wehrte Struff ab, doch der zweite saß.

jti | Stand: 02.05.2021, 15:38