Jan-Lennard Struff (Foto) ist in Madrid in der ersten an Alexei Popyrin gescheitert.

Jan-Lennard Struff arbeitet an seinem Comeback

Stand: 09.05.2022, 19:21 Uhr

Jan-Lennard Struffs rechter Fuß bereitet seit einigen Wochen Probleme. Der deutsche Tennisprofi kämpft derzeit darum, wieder zurück auf den Tenniscourt zu kommen. Die Zeit wird aber knapp.

Von Jörg Strohschein

Es ist in den letzten Wochen ruhig geworden um Jan-Lennard Struff. Wer den 32-Jährigen bei den ATP-Turnieren vermutete, der suchte vergeblich. Struff kämpft nach einer hartnäckigen Fußverletzung gerade täglich wieder hart darum, wieder einsatzfähig zu sein. Und diese Versuche dauern länger, als ursprünglich angenommen. Mittlerweile laboriert er bereits seit sechs Wochen an seinen Verletzungen - Ende offen. "Das ist schon etwas frustrierend", sagt der deutsche Tennisprofi dem WDR am Montag (9.5.2022).

Ende März hatte sich Struff beim ATP-Turnier in Miami den großen Zeh des rechten Fußes gebrochen. Ab diesem Zeitpunkt musste er mit dem Schläger pausieren. Und als der Heilungsprozess auf einem guten Weg schien, er an seiner Fitness arbeitete, kamen plötzlich noch Schmerzen im Mittelfuß - womöglich ein kleiner Haar-Riss - dazu.

Während Struff in der vergangenen Woche bereits Sprintübungen machen konnte, kann er in dieser Woche lediglich aus dem Stand Bälle auf dem Tenniscourt schlagen. Der Fuß hatte auf die erhöhte Belastung sensibel mit Schmerzentwicklung reagiert.

Struff muss sich zurückkämpfen

Ein weiterer, bitterer Rückschlag für den Sauerländer, da gerade diese Wochen des Jahres für Struff immer ganz besondere sind. "Es hat die Saison auf Asche begonnen. Das ist mit mein bester Belag. Da habe ich gerade in den letzten beiden Jahren immer gut gespielt und viele Punkte gesammelt. Die fallen jetzt alle weg wenn ich nicht spielen kann", sagt Struff.

Hinzu kommt, dass auch der Saisonstart für ihn alles andere als optimal gelaufen und er weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Bislang ist es für Struff in sportlicher Hinsicht ein Jahr fast zum Vergessen.

Das alles hat Konsequenzen auf der Tennistour. In der Weltrangliste ist Struff aus den 30er-Plätzen mittlerweile auf Rang 93 abgerutscht. Das bedeutet, dass er bei einigen Turnieren Mühe haben könnte, ins Hauptfeld zu rutschen - und er im Vorfeld durch die Kräfte-zehrende Qualifikation muss. "Da muss ich mich dann wieder hoch arbeiten", sagt Struff, der sich trotz der Rückschläge kämpferisch gibt.

French Open sind das Ziel

Struff ist naturgemäß ungeduldig, will endlich wieder auf die rote Asche und sein Können unter Beweis stellen. Wie könnte es bei einem Profi auch anders sein. Derzeit ist er aber noch dazu verurteilt, seinen Kollegen am Bildschirm zuzusehen. "Am Anfang habe ich gar nichts geschaut. Dann ein bisschen von den Turnieren in München, Madrid und jetzt Rom", sagt Struff.

Sein großes Ziel ist die Teilnahme an den French Open in Paris (23.Mai bis 5. Juni), eines der vier Grand-Slam-Turniere des Jahres. Ein ambitioniertes Vorhaben, denn die Zeit wird knapp. "Das ist mein großer Wunsch. Wir werden sehen, ob das funktioniert. Ich tue jedenfalls alles dafür", sagt Struff.