Rettungsschwimmerin Nina Holt (r.) steht auf dem Podium

Rettungsschwimmen-WM: Nina Holt favorisiert

Stand: 21.09.2022, 10:30 Uhr

Für den Rettungsschwimm-Verband DLRG steht die Weltmeisterschaft im italienischen Riccione (21. September bis 2. Oktober 2022) an. Favoritin für Edelmetall ist die Ostwestfälin Nina Holt.

Denn die 19-Jährige mag zwar unter den jüngsten Teilnehmerinnen sein, allerdings liest sich ihre Titel-Vita bereits beeindruckend. Das Toptalent des deutschen Rettungs-Schwimmsports wurde 2021 schon zweifache Europameisterin. Holt (DRLG Harsewinkel) bejubelte zudem bei den diesjährigen World Games in den USA viermal die Goldmedaille, unter anderem im Hindernisschwimmen und Puppenretten, sowie einmal Bronze.

Holts Paradedisziplin ist die "kombinierte Rettungsübung"

Schon im März hatte Holt bei den Deutschen Meisterschaften in Warendorf einen Weltrekord bei der "kombinierten Rettungsübung" aufgestellt.

Eine kurze Beschreibung dessen, was in dieser Disziplin geleistet wird: Erst müssen 50 Meter Freistil absolviert werden, dann werden 17,5 Meter zum Boden des Beckens getaucht und anschließend wird eine 50 Kilogramm schwere Puppe die übrigen 32,5 Meter ins Ziel geschleppt.

Doppeleuropameister Brang bei Männern mit Ambitionen

Vielseitig ist die Hoffnung der DLRG-Frauen also – genau wie der Kölner Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stukenbrock) bei den Männern. Er ist amtierender Doppeleuropameister holte bei den World Games unter anderem Gold im 100-Meter-Retten mit Flossen.

Weitere Teilnehmer aus NRW sind Jan Laufer, Nils Mündelein (beide DLRG Gelsenkirchen-Buer), Nordin Sparmann, Alica Gebhardt (beide DLRG Harsewinkel) und Kerstin Lange (DLRG Schwerte).

Wettkämpfe eigentlich schon für 2020 geplant

Insgesamt gehen zwölf deutsche Rettungssportlerinnen und -sportler der DLRG in Riccione an den Start. "Wir freuen uns, dass die WM endlich ausgetragen wird und unsere Sportler im internationalen Wettstreit zeigen können, was sie in den letzten Jahren trotz Pandemie trainiert haben", erklärte im Vorfeld Holger Friedrich, DLRG Teammanager.

Eigentlich waren die Lifesaving World Championships (LWC) schon für 2020 angedacht, mussten aufgrund der Corona-Pandemie aber verschoben werden. An insgesamt sechs Wettbewerbstagen vom 21. September bis 2. Oktober 2022 werden nun im Schwimmbad sowie am Strand und im Meer insgesamt 22 Disziplinen ausgetragen.

Quelle: jti