Radrennen "Rund um Köln" 2010

Radsport | Klassiker

Top-Sprinter messen sich bei Rund um Köln

Stand: 21.05.2022, 16:57 Uhr

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause meldet sich am Sonntag (23.05.2022) der rheinische Radklassiker Rund um Köln zurück - mit einem starken Aufgebot.

Fünf UCI World Teams und elf Continental Teams gehen bei Rund um Köln an den Start. Im Mittelpunkt stehen dabei eine ganze Reihe an Top-Sprintern, die den Sieg unter sich ausmachen wollen.

Starke Konkurrenz für Sam Bennett

Das deutsche Team Bora-hansgrohe um den Kölner Nils Politt schickt für eine mögliche Sprintankunft Sam Bennett ins Rennen, den Sieger von Eschborn-Frankfurt am 1. Mai. Bennetts Hauptkonkurrenten kommen von den anderen World Teams. Mit Dylan Groenewegen und Kaden Groves (beide BikeExchange-Jayco), Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) und Arnaud de Lie (Lotto Soudal) sind weitere Top-Sprinter dabei. "Kommt es zu einem reinen Sprintfinale, sehe ich das Trio Sam Bennett, Dylan Groenewegen und Jasper Philipsen vorne", glaubt André Greipel, seit diesem Jahr sportlicher Leiter von Rund um Köln.

Auch Rudy Barbier (Israel-Premier Tech), Casper van Uden (DSM), Hugo Hofstetter (Arkea-Samsic) und der Deutsche Max Walscheid (Cofidis) rechnen sich Chancen auf den Sieg aus.

Lokalmatador Politt mit geringen Chancen

Der starke Fokus auf die Sprinter wird die Chancen von Ausreißern und damit auch von Lokalmatador Politt auf einen Heimsieg nicht gerade verbessern. Die Teams der Sprinter werden Klassikerspezialisten wie Politt, Andreas Kron, Miguel Heidemann oder Kevin Vauquelin wahrscheinlich an der kurzen Leine halten wollen.

Kampflos ergeben will sich Politt allerdings nicht. "Ich freue mich auf meine sechste Teilnahme bei Rund um Köln und rechne mir gute Chancen auf den Sieg aus", kündigte der 28-Jährige an. "Wir haben ein sehr stark besetztes Team, mit dem man gut auf unterschiedliche Situationen reagieren kann."

Als weitere deutsche Teams gehören Bike Aid, P&S Benotti, rad-net Rose Team, Maloja Pushbikers, Santic-Wibatech, Team Lotto-Kernhaus, Tean Dauner-Akkon und Saris Rouvy Sauerland Team zum Teilnehmerfeld.

WDR überträgt im Livestream

Start und Ziel ist in Köln. Vom Harry-Blum-Platz in der Domstadt geht es über den Rhein uns rein ins Bergische Land. Nach 199 Kilometern wird in Köln dann der Nachfolger von Baptiste Planckaert bestimmt, der das Rennen 2019 gewann.

Vor den Profis treten beim Jedermann-Rennen laut Veranstalter rund 3.000 Rennradfahrer auf etwas kürzeren Strecken an.

Die Sportschau überträgt das Rennen am Sonntag ab 11.55 Uhr in einem Livestream. Kommentiert wird der Klassiker von Florian Kurz und dem ehemaligen Radprofi Marcel Wüst.