Rhein-Ruhr 2032: Mronz sieht Olympia als "Chance auf ein kleines Wirtschaftswunder"

Olympische Ringe stehen am Eingang des Olympiahauses

Rhein-Ruhr 2032: Mronz sieht Olympia als "Chance auf ein kleines Wirtschaftswunder"

Michael Mronz, Gründer der Initiative Rhein-Ruhr-City, sieht in möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen 2032 "die Chance auf ein kleines neues Wirtschaftswunder". Das erklärte der 53 Jährige beim Kongress "#neuland" in Duisburg.

"Die Region Rhein-Ruhr war in den 50er- und 60er-Jahren ein fossiles Wirtschaftswunder. Nun haben wir eine große Chance, ein nachhaltiges und digitales Wirtschaftswunder zu schaffen", sagte Mronz: "Und dann können wir der Welt als Dividende Olympische Spiele präsentieren." Mronz betonte seine drei Hauptpunkte Mobilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie das Bestreben, "Dinge nicht für, sondern durch Olympia voranzubringen".

Bürgerbefragung spätestens 2022

Vor der spätestens Anfang 2022 geplanten Bürgerbefragung, die in den 14 potenziell interessierten Kommunen durchgeführt werden soll, wollen Mronz und seine Initiative das reine Organisations-Budget erstellt haben. "Die Bürger müssen wissen, worüber sie abstimmen. Das ist ein Learning aus der Bewerbung von Hamburg."

Die Nord-Metropole war mit einem Referendum für eine Bewerbung für die Spiele 2024 ebenso gescheitert wie München bei der Befragung für die Winterspiele 2022. Ebenso sei es wichtig, dass die Initiative bis mindestens zur Bürgerbefragung privat bleibe, "damit über das Konzept abgestimmt wird und es keine politische Befragung wird".

Zentales Olympisches Dorf ist laut Mronz Voraussetzung

Mronz ist außerdem davon überzeugt, dass es Olympische Spiele in NRW nur mit einem zentral gelegenen Olympischen Dorf geben kann. Die sei wichtig, "um an einem Ort den Sportlern dieses besondere Gefühl der Spiele zu vermitteln", sagte Mronz den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Eine Bewerbung mit mehreren Olympischen Dörfern wäre meiner Ansicht nach international chancenlos."

Die Frage nach dem Standort ist noch offen. Das Olympische Dorf wäre während der Wettkämpfe Heimat für rund 17.500 Sportlerinnen und Sportler sowie Trainer und Betreuer. Mronz will nun zeitnah auf die "drei, vier Kommunen" zugehen, die mit ihrem Wohnraumbedarf für das Dorf infrage kommen. Er betonte, dass es bei der Vergabe eine Überraschung geben könne: "Es kann auch sein, dass eine Kommune, die im aktuellen Sportstättenkonzept bisher keine Berücksichtigung gefunden hat, für das Dorf infrage käme." Bisher sind 14 Kommunen mit ihren Wettkampfstätten vorgesehen, darunter Düsseldorf, Köln, Essen und Bochum.

Mronz zu Olympia 2032: "Werden das Votum der Menschen berücksichtigen" Sportschau 25.08.2020 02:50 Min. Verfügbar bis 25.08.2021 Das Erste Von Olaf Jansen

sid/dpa | Stand: 06.10.2020, 14:04