WM: Beckenschwimmer wollen in der Weltspitze mitspielen

Poul Zellmann

WM: Beckenschwimmer wollen in der Weltspitze mitspielen

  • Fünf Starter aus NRW-Klubs bei Schwimm-WM 2019
  • Beckenwettbewerbe starten am Sonntag
  • Vier Schwimmer starten für SG Essen

Die 30 Beckenschwimmer des Deutschen Schwimmverbandes streben bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju nach zuletzt enttäuschenden Welt-Großereignissen neue Erfolge an. Insgesamt zählen 13 Frauen und 17 Männer zum Kader von Teamchef Bernd Berkhahn und Teamcoach Frank Embacher, darunter auch fünf NRW-Athleten. Die Beckenwettbewerbe beginnen am Sonntag (21.07.2019).

Teamchef Berkhahn: "Wollen für Aufmerksamkeit sorgen"

Jessica Steiger

Jessica Steiger

"Wir wollen hier wieder mitspielen in der Weltspitze, mit dabei sein und für Aufmerksamkeit sorgen", sagte Teamchef Bernd Berkhahn am Freitag, zwei Tage vor dem Start der Beckenrennen. Medaillenziele verkündete der 48-Jährige ebenso wie Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen weiterhin keine. Aber eine Nullnummer wie bei Olympia 2016 befürchten die beiden nicht.

Größter Hoffnungsträger ist Florian Wellbrock

"Ich bin überzeugt, dass wir in Gwangju deutsche Beckenschwimmer sehen werden, die sich in Final- und Medaillenrängen wiederfinden werden", sagte Kurschilgen. Größter Hoffnungsträger ist Freiwasser-Weltmeister Florian Wellbrock vom SC Magdeburg.

4 Männer und 1 Frau sind aus NRW dabei

Marius Kusch

Marius Kusch

Aus NRW sind fünf Athleten dabei. Jessica Steiger (VfL Gladbeck) hatte ihre bislang beste WM/EM-Platzierung bei der EM 2018 als Siebte über 200m Brustschwimmen. Die vier Männer des Quartetts sind alle bei der SG Essen aktiv. Marius Kusch gewann bei der WM 2018 Bronze über 4x100m Lagen. In dieser Staffel schwamm er mit Damian Wirling, der damit ebenfalls auf dem Treppchen stand.

Max Pilger landete bei der EM 2018 über 200m Brust auf Platz 19. Für Poul Zellmann steht ein vierter Platz bei der EM 2018 (4 x 200 m Freistil) zu Buche. Für alle fünf ist eine gute Platzierung auch im Blick auf ein anderes sportliches Großereignis wichtig.

Erste WM nach der Amtszeit von Henning Lambertz

Damian Wierling

Damian Wierling

Denn ein Jahr vor den Sommerspielen in Tokio habe die WM etwas von "einer vorolympischen Premiere" und auch deshalb eine gewisse Aussagekraft für Olympia, sagt Kurschilgen und ergänzt: "Wir sehen diese Weltmeisterschaften auch im Sinne der Neuformierung." Es sind die ersten Weltmeisterschaften nach dem Ende der Amtszeit von Chefbundestrainer Henning Lambertz.

Stand: 11.07.2019, 15:37