300 Millionen Euro für NRW-Sportstätten

In einer Turnhalle bröckelt an der rostigen Zuleitung eines Heizkörpers der Putz von den Wänden.

300 Millionen Euro für NRW-Sportstätten

  • Sportstätten sollen modernisiert und saniert werden
  • Landesregierung stellt 300 Millionen Euro für vier Jahre bereit
  • Vereine können Projekte vorschlagen - Regierung entscheidet

Mit ihrem Förderprogramm "Moderne Sportstätte 2022" stellt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen in den nächsten vier Jahren 300 Millionen Euro für die Modernisierung, Sanierung, den Umbau oder Ersatzneubau von Sportstätten bereit - zum Beispiel, um Energie zu sparen oder behindertengerecht zu werden. Das teilte die Staatskanzlei am Montag (17.06.2019) mit.

Das "möglichst unbürokratische" Programm richte sich an die Sportvereine oder -verbände, die Sportstätten im Eigentum, gemietet oder gepachtet haben, wie die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, erklärte. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Endlich können wir den Sanierungsstau erheblich reduzieren."

Finanzspritze für Sportvereine in NRW

Sportschau 17.06.2019 00:38 Min. ARD Von ARD-Reporterin Daniela Junghans

Kommunen entscheiden nicht über Verwendung

Für jede Kommune will die Landesregierung so viel Geld ausgeben, wie diese in fünf Jahren aus der Sportpauschale bekommt. Anders als bei der bisherigen Sportförderung entscheidet aber nicht die Kommune, wofür das Geld ausgegeben wird.

Die Vereine sollen selbst Projekte vorschlagen, im Herbst soll es dafür eine Internetplattform geben. Welche Projekte in den einzelnen Kommunen am Ende Geld bekommen, entscheidet die Landesregierung.

Stand: 17.06.2019, 18:53