Sportanlagen in NRW unter Auflagen wieder geöffnet

Boxerin Christina Hammer aus Dortmund

Sportanlagen in NRW unter Auflagen wieder geöffnet

Für den Freizeitsport unter freiem Himmel soll es ab dem 22. Februar eine Öffnung unter Auflagen geben. Indoor-Sportanlagen und Schwimmbäder in NRW bleiben nach der angepassten Coronaverordnung aber weiter geschlossen.

"Der Sport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel einschließlich der sportlichen Ausbildung im Einzelunterricht ist ab dem 22. Februar wieder zulässig", heißt es in der am Freitag (19.02.2021) veröffentlichten Coronaverordnung, die die nordrhein-westfälische Landesregierung entsprechend der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz angepasst hat.

Sport unter freiem Himmel - mit Mindestabstand von fünf Metern

"Zwischen den verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel treiben dürfen, ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten", heißt es weiter.

Die Teil-Öffnung ist ausdrücklich auf Sportanlagen unter freiem Himmel beschränkt. "Sporthallen und Schwimmbäder bleiben vorerst für den privaten Sport geschlossen." Auch Fitnesscenter und sonstige Indoor-Sportanlagen, etwa für Kampfsport, bleiben damit fürs Erste weiter geschlossen.

Die angepassten Regelungen sollen zunächst bis zum 7. März gelten. Am 3. März wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise anhand der aktuellen Entwicklung der Inzidenzzahlen beraten, gegebenenfalls dann auch über mögliche weitere Öffnungen für den Sport.

(Kein) Breitensport in Corona-Zeiten

WDR 5 Morgenecho - Interview 15.02.2021 05:22 Min. Verfügbar bis 15.02.2022 WDR 5


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Appell von Wissenschaft und Sportverbänden für Öffnung

Angesichts des seit Dezember geltenden Lockdowns im Amateur-, Breiten- und Jugendsport hatten sich zuletzt mehrere große Sportverbände, aber auch Mediziner und Wissenschaftler für eine Öffnung stark gemacht. Sport- und Präventionsexperte Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln warnte vor dramatischen, langfristigen Folgen der Einschränkungen für den Individual- und Vereinssport. Vor allem Kinder und Menschen mit Behinderung seien die Leidtragenden. "Wir produzieren die Kranken der Zukunft und Entwicklungsdefizite bei Kindern."

Auch der Deutsche Fußball-Bund sprach sich für eine baldige Rückkehr von Nachwuchsfußballern in den Trainingsalltag aus. "Unsere Kinder und Jugendlichen müssen auf die Plätze an der frischen Luft zurückkehren dürfen, zunächst zum Training, später wieder im Spielbetrieb", appellierte die DFB-Spitze am Freitag in einer Verbandsmitteilung an die Politik. Vor allem der Profifußball, dessen Betrieb inklusive grenzüberschreitendem Reisen weiter läuft, steht seit Wochen in der Kritik.

red | Stand: 19.02.2021, 14:00