NRW-Vereine profitieren von staatlichen Hilfspaketen

Stefan Klett wurde als neuer LSB-Präsident vorgeschlagen.

NRW-Vereine profitieren von staatlichen Hilfspaketen

  • Freiberufliche Trainer*innen und Übungsleiter*innen anspruchsberechtigt
  • Hilfen zwischen 9.000 Euro und 25.000 Euro
  • Verhandlungen über zweiten Hilfsfond

Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen dürfen in der Coronakrise auf finanzielle Unterstützung hoffen. Wie der Landessportbund (LSB) am vergangenen Freitag (27.03.2020) bekanntgab, erhalten Sportvereine und -verbände Zugang zu den staatlichen Hilfspaketen des Bundes und Landes. Auch freiberufliche Trainer*innen und Übungsleiter*innen seien anspruchsberechtigt.

"Das ist ein großartiger Erfolg für uns alle und ein wichtiger Schritt, um wirtschaftliche Notsituationen durch die Coronakrise in vielen Tausend Sportvereinen in NRW abzuwenden", hieß es in einem von LSB-Präsident Stefan Klett und dem Vorstandsvorsitzenden Christoph Niessen unterzeichneten Schreiben.

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Vereine leiden unter Einnahmeverlusten

Seit dem 16. März ruht der Sportbertrieb in NRW. Für die meisten Vereine bedeutet das massive Einnahmeverluste, während Fixkosten wie Mieten oder Personalkosten weiter gezahlt werden müssen. Da Vereine als gemeinnnützige Organisationen nur in begrenztem Umfang Rücklagen bilden können, drohen vielfach Insolvenzen. "Wir haben ganz klar gefordert, dass wir als gemeinnütziger, gemeinwohl-orientierter Sport unter die Rettungsschirme von Bund und Land kommen. In Nordrhein-Westfalen ist das gelungen", sagte Klett am Montag (30.03.2020) im ARD-Morgenmagazin.

Demnach können Sportvereine und -verbände nun einen einmaligen Zuschuss zwischen 9.000 Euro uns 25.000 Euro erhalten. Der genaue Betrag richet sich nach der Zahl der Beschäftigten. Betroffene können die Finanzhilfe seit Freitag über die NRW-Soforthilfe 2020 über die Webseite www.wirtschaft.nrw/corona beantragen. Der LSB weist jeodch ausdrücklich darauf hin, dass ausgebliebene Mitgliedsbeiträge kein Grund für eine Finanzhilfe sind. Um auch Vereinen und Verbänden helfen zu können, die nicht von den staatlichen Hilfspaketen profitieren können, befinde sich der LSB laut Mitteilung in Gesprächen mit der Landesregierung über die Bildung eines zusätzlichen Hilfsfonds.

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"Bitte an die Politik, uns nicht im Regen stehen zu lassen"

"Am Ende ist ganz wichtig, dass der organisierte Sport ein ganz wichtiges Elemant im Leben ist", sagte Klett im Morgenmagazin, "und da ist unsere Bitte an die Politik, uns nicht im Regen stehen zu lassen und dann auch den Sport in der Gesellschaft zu nutzen, den Gang wieder in Bewegung zu bringen, wenn es wieder los geht. Der organisierte Sport kann einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Gesellschaft - im wahrsten Sinne des Wortes - wieder in Schwung kommt."

red | Stand: 30.03.2020, 10:24