Hochspringer Mateusz Przybylko in Aktion

DLV nominiert 23 NRW-Athleten für EM in München

Stand: 05.08.2022, 18:44 Uhr

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat 112 Athletinnen und Athleten für die EM in München nominiert – 23 von ihnen kommen aus NRW. Und einige von ihnen haben Titelchancen.

In wenigen Tagen (15. bis 21. August) beginnt die EM in München. Anders als zuletzt bei der aus deutscher Sicht enttäuschenden WM in Eugene/Oregon in den USA wollen die deutschen Athleten bei diesem Heim-Wettbewerb erfolgreicher sein. Und einige aus NRW haben ebenfalls Chancen, auf das Podium zu klettern.

Etwa Hochspringer Mateusz Przybylko. Der 30-Jährige will seinen EM-Titel aus Berlin aus dem Jahr 2018 verteidigen. Przybylko rechnet sich einiges aus. Auch mit Blick auf den Titel vor vier Jahren. Ein Erfolg, an den sich der Leverkusener Mateusz Przybylko immer wieder gerne erinnert. Für den Leverkusener war es damals ein nahezu perfekter Wettkampftabend: Im Berliner Olympiastadion meisterte der Athlet von Trainer Hans-Jörg Thomaskamp jede Höhe im ersten Versuch und wurde Europameister mit einer übersprungenen Querlatte von 2,35 Metern.

Nach Jahren mit Verletzungen und gesundheitlichen Problemen präsentierte sich der Leverkusener in dieser Saison in immer besserer Form und übersprang bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin 2,30 Meter. Enttäuschend verlief für den 30-Jährigen dagegen die WM in Eugene, bei der Przybylko mit 2,24 Meter nur auf Platz zwölf landete. In München will er es nun besser machen.

Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause fällt aus

Nicht mit in München dabei ist dagegen Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Trier), die wegen einer Erkrankung ihren Titel nicht verteidigen kann. "Mein aktueller Gesundheitszustand hat einen tieferen medizinischen Hintergrund, der nicht auf die Schnelle zu lösen ist. Mein Körper kann derzeit keinen Wettkampfsport betreiben und daher steht meine Genesung an erster Stelle", schrieb Krause auf Instagram. 

Sprinterinnen hoffen auf Titel mit der Staffel

Nach dem überraschenden Gewinn der Bronzemedaille bei der WM will die 4 x 100m-Staffel der Frauen mit Deutschlands derzeit schnellsten Sprinterin Gina Lückenkemper und der Paderbornerin Tatjana Pinto im Kampf um den Titel im Münchener Olympiastadion mitmischen. Größter Konkurrent ist das Staffel-Quartett aus Großbritannien.

Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre mit guten Chancen

Bo Kanda Lita Baehre

Chancen auf eine Medaille darf sich auch der Leverkusener Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre machen, der mit 5,90 Meter hinter dem schwedischen Weltrekordhalter Armand Duplantis Platz zwei der europäischen Bestenliste belegt.

Medaillenambitionen hat auch seine Vereinskollegin Konstanze Klosterhalfen, die vom DLV über 5.000 und 10.000 Meter nominiert wurde, die allerdings zuletzt bei der WM in Eugene nach einer kürzlich überstandenen Corona-Infektion bereits im Vorlauf über 5.000 Meter ausschied.

Die einzige Goldmedaille hatte in Eugene Weitspringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) souverän gewonnen. Die 28-Jährige ist auch in München die größte Medaillenhoffnung für den Deutschen Leichtathletikverband (DLV). Sie geht in der bayerischen Landeshauptstadt zudem als Titelverteidigerin an den Start geht.

Quelle: sid/red