LSB: Stefan Klett folgt auf Walter Schneeloch

Stefan Klett wurde als neuer LSB-Präsident vorgeschlagen.

LSB: Stefan Klett folgt auf Walter Schneeloch

Von Sara Schwedmann

  • Stefan Klett neuer Präsident des Landessportbund NRW
  • Der langjährige Präsident Walter Schneeloch trat nicht mehr an
  • Zukünftiger Fokus auf Zusammenarbeit mit der Landesregierung

Viel Applaus, Standing Ovations und die Auszeichnung zum Ehrenpräsidenten des Landessportbunds NRW – dies alles erlebte Walter Schneeloch nicht live. Der scheidende LSB-Präsident war nicht nach Recklinghausen ins Ruhrfestspielhaus gereist. Für viele Anwesende war dies verständlich. "Im Vorfeld gab es leider unschöne Nebengeräusche – das hat niemandem genutzt", begrüßte Rainer Peters, der Vorsitzende des Kreissportbunds Recklinghausen, rund 400 Mitglieder (417 von 477 möglichen Stimmen waren vertreten) in Recklinghausen. Und erntete viel Kopfnicken und Applaus für seine Äußerung.

Vom Vizepräsidenten zum Verbandsoberhaupt

Nutznießer des Rücktritts von Walter Schneeloch ist Stefan Klett. Der 52-Jährige aus Wipperfürth lenkt ab sofort als Verbandsoberhaupt die Geschicke der Dachorganisation von etwa 5 Millionen Mitgliedern aus mehr als 18.000 Vereinen in Nordrhein-Westfalen. Klett war der einzige von der Wahlkommission vorgeschlagene Kandidat. Als bisheriger LSB-Vizepräsident Finanzen kennt er die Gremienarbeit seit zwölf Jahren und ist zudem Präsident des Deutschen Aero Clubs, Schneeloch hatte ihn ins Präsidium geholt.

Stefan Klett zur Wahl: "Ein Ergebnis, das mich sehr freut"

Sportschau 25.01.2020 05:56 Min. Verfügbar bis 25.01.2021 ARD Von Sara Schwedmann

Klett hatte gehofft, ohne einen Gegenkandidaten die Wahl für sich entscheiden zu können. Als Klaus Mathies, der Vorsitzende des Fallschirmclubs Remscheid, sich beim Tagesordnungspunkt 11 Wahlen zu Wort meldete, nahmen die meisten Anwesenden an, Mathies würde als einer der Bezirksvorsitzenden des Deutschen Aero Clubs Stefan Klett zur Seite springen und unterstützen.

Kampfkandidatur wegen Formfehler nicht möglich

Doch überraschend kündigte Mathies an, gegen "seinen" Präsidenten des Deutschen Aero Clubs, Stefan Klett, anzutreten. In seiner Bewerbungsrede stellte Mathies vor allem in den Mittelpunkt, dass es aus seiner Sicht nicht machbar sei, gleichzeitig Präsident des Deutschen Aero Clubs und Präsident des Landesportbunds NRW zu sein und beiden Ämtern gerecht zu werden. Aufgrund eines Formfehlers – Mathies hätte von einem Delegierten vorgeschlagen werden müssen, wozu sich aber auf Nachfrage der Wahlkommission niemand fand – wurde Mathies dann aber nicht zur Wahl zugelassen.

Auf Klett fielen bei der anschließenden Wahl 257 Ja-Stimmen bei 107 Nein-Stimmen. 183 Stimmen waren für die Mehrheit notwendig, um das Amt des Präsidenten zu erlangen. Ein klares Ergebnis, allerdings waren die Stimmverteilungen bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen deutlicher, womit die Delegierten des LSB durchaus ein Zeichen setzten.

Stand: 25.01.2020, 15:10