Köln - Ziel ist ein großes Parasport-Zentrum

Sedat Özbicerler

Köln - Ziel ist ein großes Parasport-Zentrum

Von Olaf Jansen

  • In Köln soll ein großes Parasport-Zentrum entstehen
  • Vier Vereine wollen neue Halle nutzen
  • Machbarkeitsstudie ist im Februar fertiggestellt

Wenn die Köln 99ers alljährlich den "Nations Cup Cologne" veranstalten, steht Chef-Organisator Sedat Özbicerler ein Wochenende lang der Schweiß auf der Stirn. Denn der Geschäftsführer des größten Kölner Vereins für Rollstuhlbasketball weiß dann nie so recht, ob sein Event auch wirklich störungsfrei über die Runden geht.

Die Probleme sind immer die gleichen: Es fehlt an einer wirklich rollstuhltauglichen Sporthalle ebenso wie an genügend Hotelzimmern für die etwa 200 beteiligten Rollstuhlfahrer aus aller Welt. Bei der letzten Ausgabe wäre das Turnier um ein Haar ganz ausgefallen, weil ein Aufzug in der Sporthalle defekt war.

Sporthalle mit Hotel und Ärztezentrum

Diese Probleme sollen bald der Vergangenheit angehören, wenn Özbicerler und seine Mitstreiter ihren großen Traum verwirklichen können: den Bau eines großen behindertengerechten Sportparks mit Sporthalle, angeschlossenem Hotel und Ärztezentrum. "Wir sind durchaus zuversichtlich, dass dieses Projekt verwirklicht werden kann. Damit könnten in Köln dann wirklich große internationale Veranstaltungen im Parasport stattfinden", sagt Özbicerler.

Lageplan, Parasport, Köln

Lageplan des Geländes in Köln-Stammheim

Das Zentrum soll auf einem städtischen Grundstück im Stadtteil Stammheim entstehen, für das bereits ein Bebauungsplan besteht. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Interesse beim Basketball, Volleyball und Eishockey

Weil die 99ers genau wissen, dass sie ein solch großes Projekt nicht allein stemmen können, haben sie sich Partner gesucht, die in Köln nicht allzu schwer zu finden waren. Schließlich gibt es viele Vereine, die sich momentan nach einer neuen Spielstätte sehnen. So wurde nach etlichen Sondierungen und Verhandlungen mit den Basketballern der Rheinstars, den Volleyballerinnen von DSHS Snowtreks Köln und vor allem den Kölner Haien eine Absichtserklärung unterzeichnet, zusammen an dem Projekt zu arbeiten.

Neben einer Sporthalle mit einer Kapazität von mindestens 2.500 Zuschauern soll auf dem Gelände auch eine Doppeleishalle entstehen. "Mit Hilfe dieser Partner konnten wir wichtige Türen auch in der Kölner Politik öffnen, die uns zuversichtlich machen", erklärt Özbicerler. Die Ergebnisse der Studie sollen im Febraur vorliegen. "Dann können wir konkreter über Zahlen und die mögliche Form der Umsetzung reden", kündigt Özbicerler an.

Stand: 28.11.2019, 08:42