Golf: Martin Kaymer träumt von einer Olympiamedaille

Golfprofi Martin Kaymer beim Europa-Tour-Turnier im österreichischen Atzenbrugg.

Golf: Martin Kaymer träumt von einer Olympiamedaille

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer läuft schon seit einiger Zeit der Weltspitze hinterher. Jetzt hat er sich noch einmal neue Ziele gesteckt. Der 36-Jährige will bei Olympia in Tokio Edelmetall erspielen.

"Wie cool wäre es, wenn ich meinen Kindern und Enkelkindern mal erzählen könnte, dass ich da eine Medaille gewonnen habe", sagte Kaymer am Dienstag (20.04.2021) im Vorfeld der BMW International Open (24. bis 27. Juni).

Nach aktuellem Stand wäre Kaymer über die bereinigte Weltrangliste sicher für das 60-köpfige Teilnehmerfeld für Tokio qualifiziert. Dort will er das Turnier ganz anders angehen als bei seiner Olympia-Premiere 2016. "In Rio habe ich mich mehr um das Drumherum konzentriert. Ich wollte alles aufsaugen", berichtete der Rheinländer, der in Brasilien 15. geworden war.

Zurück in die Top 50

Erfreut reagierte er auf die Nachricht, dass die deutschen Sportler für Tokio geimpft werden können. "Ich habe gestern davon gehört. Ich will mich aber nicht vordrängeln", sagte der zweimalige Major-Gewinner, der in diesem Jahr neben Olympia noch zwei andere Ziele hat: "Ich will zurück in die Top 50 der Weltrangliste und möchte mich für den Ryder Cup qualifizieren."

Beides ist noch möglich für den 36-Jährigen aus Mettmann. Durch seinen dritten Platz am Sonntag bei der Austrian Open verbesserte sich Kaymer im Ranking auf Position 82. "Wenn ich im Frühjahr und im Sommer gut spiele, ist auch der Ryder Cup nicht unrealistisch", sagte Kaymer und spekuliert auf eine der drei Wildcards von Teamkapitän Padraig Harrington, der in München ebenfalls am Start ist.

Kieffer als Kontrahent

Dreimal bereits hat Kaymer den traditionellen Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA gewonnen, 2010, 2012 und 2014. Kaymer hatte die BMW International Open 2008 als erster und bislang einziger Deutscher für sich entschieden.

Ein Rivale kommt im Juni aus dem eigenen Lager: Maximilian Kieffer. Der Düsseldorfer hatte er Sonntag den Sieg in Österreich erst im Stechen verpasst, seine gute Form aber unterstrichen.

Stand: 20.04.2021, 14:03