Unsichere Zukunft für das Katusha-Team mit Zabel und Politt

Nils Politt

Auflösung zum Saisonende droht

Unsichere Zukunft für das Katusha-Team mit Zabel und Politt

Die Nachricht ereilte Nils Politt und Rick Zabel zum ungünstigsten Zeitpunkt. Mitten im Saison-Höhepunkt zeichnet sich das Ende ihres Radrennstalls Katusha-Alpecin ab.

Nach Informationen der französischen Sportzeitung "L'Equipe" wird die Mannschaft zum Jahresende aus dem Profi-Radsport verschwinden. Endgültig Klarheit soll am ersten Ruhetag am Montag (16.07.2019) herrschen.

Politt nimmt es noch gelassen

"Da gehe ich mit der kölschen Mentalität ran: 'Et hätt noch immer jot jejange'", sagte Politt mit Blick auf die ungewisse Zukunft. Teamsprecher Falk Nier wollte das Aus des Rennstalls noch nicht bestätigen, ließ aber durchblicken: "Teamchef Jose Azevedo hat dem Personal und den Fahrern mitgeteilt, dass die Zukunft unsicher ist und sich in den nächsten Tagen entscheiden wird. Wer sich nach neuen Möglichkeiten umschauen will, kann dies tun."

Politt und Zabel, dessen Vater Erik als Performance-Manager ebenfalls bei Katusha angestellt ist, besitzen eigentlich noch Verträge bis 2020. "Ich gehe davon aus, dass die Fahrer ihre Manager informieren und Optionen prüfen", ergänzte Nier. Man müsse aber abwarten, wie es weitergeht, sagte Politt und ergänzte nach seinem achten Platz in Colmar: "Man muss Ergebnisse liefern, sonst ist man arbeitslos. Mit so einem Frühjahr ist es natürlich für mich etwas leichter."

Alpecin und Canyon könnten weitermachen

So muss sich der 25-Jährige wohl keine allzu großen Sorgen machen. Der Kölner gehört in diesem Jahr zu den großen Leistungsträgern und hatte im Frühjahr mit Platz zwei beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix geglänzt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die beiden Co-Sponsoren Alpecin und Canyon mit einem anderen Team die Zusammenarbeit fortsetzen.

Der Rennstall fährt aktuell unter Schweizer Lizenz, gehört aber dem russischen Milliardär Igor Makarow.

dpa | Stand: 10.07.2019, 18:45