Corona-Regeln: Vereine stehen vor einem Berg an Fragen und Arbeit

Ein Handballspieler sitzt neben einem Handball nachdenklich in einer Umkleidekabine

Corona-Regeln: Vereine stehen vor einem Berg an Fragen und Arbeit

Von Thorsten Rosenberg

Die neue Coronaschutzverordnung stellt die Vereine in NRW vor große Herausforderungen. Viele Dinge sind noch nicht geklärt, und dennoch müssen die Vereine die kommende Zeit organisieren. So steht auch der MTV Köln, der größte Breitensportverein der Stadt, vor einem Berg an Aufgaben. Geschäftsführer Holger Dahlke gibt einen Einblick.

Rund 5.800 Mitglieder und Kursteilnehmer nutzen das Sportangebot des MTV Köln. Sportarten von Badminton bis Volleyball bietet der Verein an. Beim Freizeit- und Breitensport gibt es Kurse vom Aquajogging bis Zumba Fitness. Dazu kommt der Reha- und Behindertensport. Alle Teilnehmenden müssen nun auf den Stand der Dinge gebracht werden: Was ist wie und für wen erlaubt?

Die Mitglieder müssen informiert werden

Holger Dahlke

Holger Dahlke

Mitgliederinformationen, die Information an die Abteilung sowie an die Ehrenamtler - alles muss nun möglichst schnell erarbeitet und rausgeschickt werden. Denn natürlich haben vom Trainer/von der Trainerin über die Sportler:innen bis hin zum Platzwart alle eine Menge Fragen. "Wir müssen das jetzt in eine Textform gießen, wohlwissend, dass es wahrscheinlich in den nächsten Tagen einer Aktualisierung bedarf", sagt MTV-Geschäftsführer Holger Dahlke. Oft sei es dann kurz darauf so, dass man feststellt: Der Praxischeck wurde nicht bestanden, weil irgendwelche Dinge, die nicht bedacht wurden, plötzlich aufploppen, so dass meistens nochmal nachjustiert werden muss, bis es dann passend ist.

Coronaschutzverordnung wirft viele Fragen auf

Parallel dazu muss sich die Vereinsführung über manche Punkte der Coronaschutzverordnung erst einmal klar werden: "Manche Formulierungen sind etwas schwer zu verstehen, da weiß man nicht immer genau, was gemeint ist", so Dahlke, und weiter: "Wir versuchen dann über unsere Verbände - den Landessportbund oder Stadtsportbund Köln - uns immer auf dem Laufenden zu halten und Informationen zu erfragen. Das dauert immer etwas."

Es sei beispielsweise aus Sicht des Vereins nicht klar ersichtlich, ob die Übergangslösung, wonach sich Ungeimpfte mittels PCR-Test sozusagen für die Sportausübung freitesten lassen können, analog für den Profisport als auch für den Amateursport gelte. "Meine Interpretation ist so, dass das so ist. Aber es gibt da unterschiedliche Bewertungen", so Dahlke.

Stand: 24.11.2021, 16:24