Karl-Heinz Düe ist NRW-Trainer des Jahres

Karl-Heinz Düe

Karl-Heinz Düe ist NRW-Trainer des Jahres

  • Karl-Heinz Düe ist erfolgreicher Leichtathletik- und Para-Leichtathletiktrainer
  • Er gilt als Vater der inklusiven Trainingsgruppen
  • Die von ihm trainierten Johannes Floors und Leon Schäfer holten bei der WM 2019 dreimal Gold

Karl-Heinz Düe ist am Freitag (13.12.2019) mit dem Felix Award als NRW-Trainer des Jahres ausgezeichnet worden. Düe wird für die aktuellen Erfolge seiner Schützlinge im Jahr 2019 und seine herausragenden Trainerleistungen in der Leichtathletik und Para-Leichtathletik geehrt.

Goldene Momente für Floors und Schäfer in Dubai

Die bisher letzten Erfolge in der Trainerkarriere von Karl-Heinz Düe liegen noch nicht weit zurück: Bei der Para-Leichtathletik-WM 2019 in Dubai holte Sprinter Johannes Floors zweimal Gold, Leon Schäfer gewann im Weitsprung und holte Silber über 100 m. Beide starten für Bayer Leverkusen und werden von Düe trainiert. Doch das sind längst nicht die einzigen Glanzlichter in der Trainerkarriere des 70-jährigen Düe.

Karl-Heinz Düe ist NRW-Trainer des Jahres Sportschau 14.12.2019 01:22 Min. Verfügbar bis 14.12.2020 Das Erste

1974 wurde Düe Übungsleiter und Assistent von Gerd Osenberg bei Bayer Leverkusen, 1977 hauptamtlicher Trainer. In Leverkusen startete er dann auch das Projekt, das er heute sein "Baby" nennt: Der Leichtathletik-Trainer ließ seit 1992 Nichtbehinderte und Behinderte zusammen trainieren. Deshalb gilt Düe auch als Vater der inklusiven Trainingsgruppen. "Das haben wir hier als Erste gemacht, das war bahnbrechend", sagt Düe heute, nachdem er mit seinen Athletinnen und Athleten im paralympischen Sport alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt.

Trainer von Popow und Oeser

Zu seinen Schützlingen zählten Parasport-Legende Heinrich Popow, aber auch Siebenkämpferin Jennifer Oeser. Sie sorgten auch für einige von Dües größten Erfolge als Trainer. "Als Jenny Oeser 2009 in Berlin bei der Weltmeisterschaft Silber im Siebenkampf gewonnen hat, war das auch schön. 2010 bei der Europameisterschaft kam dann noch Bronze mit Bestleistung in Barcelona dazu, das war auch super. Aber das ist schwer zu sagen, Heinrich Popows Gold 2012 in London oder die Erlebnisse von Rio waren ebenso besonders, das sind alles Momente, in denen man den Lohn seiner Arbeit sieht," sagt Düe, der sich nicht auf den einen größten Erfolg festlegen will.

International wird heute fast nur noch nach Dües Beispiel in inklusiven Gruppen trainiert. "Im Leistungssport ist es wichtig, Medaillen zu zählen, klar. Aber wenn ich einen Sprinter habe, der 12,0 Sekunden rennt und dann bei den Landesmeisterschaften eine 11,8 schafft, dann freue ich mich, auch wenn er es damit nicht zu großen Wettkämpfen schafft. Für mich ist wichtig, dass Athleten sehen, dass man mit konsequentem Training Erfolg haben kann."

Stand: 13.12.2019, 21:15