Fecht-WM: Hartung verpasst Medaille, Ndolo ausgeschieden

 Max Hartung jubelt nach einem erzielten Treffer.

Fecht-WM: Hartung verpasst Medaille, Ndolo ausgeschieden

  • Säbel: Max Hartung verpasst Medaille
  • Benedikt Wagner verliert in Rund zwei
  • Degen: Ndolo scheidet im Achtelfinale aus

Säbelfechter Max Hartung (Dormagen) hat bei der WM in Budapest die erste deutsche Medaille knapp verpasst. Der EM-Dritte aus Dormagen verlor am ersten Entscheidungstag der Titelkämpfe am Donnerstag (18.07.2019) im Viertelfinale gegen den Iraner Mojtaba Abedini 11:15, bei einem Sieg wäre Hartung Bronze nicht mehr zu nehmen gewesen. Vor vier Jahren bei der WM in Moskau hatte Hartung Platz drei belegt. Damit endete die beeindruckende Siegesserie Hartungs ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt.

Hartungs Serie gerissen

Bei den letzten sechs Turnieren zuvor war der Weltranglistendritte immer auf dem Podest gelandet, dabei gelangen ihm zwei Weltcup-Siege und Bronze bei der Heim-EM in Düsseldorf. Am Samstag beginnt der für die Olympiaqualifikation wichtige Teamwettbewerb, dort hatte das deutsche Team bei der EM Gold gewonnen.

Im Achtelfinale hatte sich Hartung in Budapest 15:13 gegen den ehemaligen Teamweltmeister Tiberiu Dolniceanu (Rumänien) durchgesetzt. Zum Auftakt in Budapest besiegte er den Chinesen Deng Xiaohao 15:12 und Fares Arfa aus Kanada 15:8.

Für den ehemaligen Säbel-Europameister Benedikt Wagner (Dormagen) war nach einem 12:15 gegen den WM-Dritten und EM-Zweiten Kamil Ibragimow aus Russland in der zweiten Runde Endstation. Für Björn Hübner-Fehrer (Werbach) gab es das Erstrunden-Aus durch ein 10:15 gegen den ehemaligen Team-Weltmeister Enrico Berre (Italien).

Ndolo unterliegt Luxemburgerin Rottler-Fautsch

Auch für Degenfechterin Alexandra Ndolo (Bayer Leverkusen) endeten in der Runde der letzten 16 dagegen die Hoffnungen auf eine Medaille. Die 32 Jahre alte EM-Dritte aus Leverkusen unterlag der Luxemburgerin Lis Rottler-Fautsch 12:15. In der Runde zuvor hatte sich Ndolo gegen die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Mara Navarria (Italien) mit 15:14 durchgesetzt.

Zuletzt gewann Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann 2014 bei der WM in Kasan mit Silber Edelmetall für Deutschland im Damendegen. Bei der WM im vergangenen Jahr in Wuxi/China war der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) komplett leer ausgegangen. Die Titelkämpfe in Budapest sind das wichtigste Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Szabo, Multerer und Ehler nicht qualifiziert

Matyas Szabo (Dormagen), in Düsseldorf ebenfalls Teil des Europameister-Quartetts, hatte überraschend nicht die Qualifikation überstanden. Auch die beiden Degenfechterinnen Ricarda Multerer und Alexandra Ehler (beide Leverkusen) waren in der Vorrunde ausgeschieden.

Leonie Ebert - deutsche Hoffnung im Fechtsport Mittagsmagazin 15.07.2019 02:48 Min. Verfügbar bis 15.07.2020 Das Erste

sid | Stand: 18.07.2019, 16:48