Marc Lembeck (v.l.), Kathrin Marchand, Inga Thoene, Susanne Lackner und Jan Helmich jubeln über ihren 3. Platz bei der Ruder-EM.

Para-Rudern: Mixed Vierer holt Bronze bei EM

Stand: 14.08.2022, 15:27 Uhr

Der Para-Mixed-Vierer der Frauen hat bei der EM in München die Bronzemedaille gewonnen. Für Kathrin Marchand war es ein besonderes Erlebnis.

Denn für Marchand war es am Sonntag das erste Final-Rennen nach einem Schlaganfall. Die Leverkusenerin hatte nach ihre Karriere nach den Spielen von Rio beendet und greift nun nach ihrem Anfall im Para Rudern an. Im Bahnverteilungsrennen hatte das Boot noch Platz vier belegt.

Marchand erst letzte Woche klassifiziert

Marchand war erst vergangene Woche klassifiziert worden und somit erstmals startberechtigt bei der Para Rudern-EM in München. In der Besetzung mit Schlagmann Marc Lembeck (RTHC Bayer 04 Leverkusen), Marchand (RTHC Bayer 04 Leverkusen), Susanne Lackner (Mannheimer RV Amictia), Jan Helmich (Ruderclub Hansa von 1898) und Steuerfrau Inga Thöne (Ulmer Ruderclub Donau) machte der Mixed-Vierer Meter für Meter gut und überholte im Rennverlauf nach einem misslungenen Start die italienische Auswahl.

Schon beim vergangenen Weltcup in Poznan hatte der deutsche Mixed-Vierer das Duell gegen Italien gewonnen. Für Schlagmann Marc Lembeck war es im Vorfeld nicht klar, wie die Mannschaft abschneiden würde: "Im Rudern sagt man immer, dass es als Team viele Kilometer braucht, um zusammen gut zu funktionieren. Die hatten wir bei bestem Willen nicht - um genau zu sein hatten wir gestern eine gemeinsame Trainingseinheit. Dadurch war das Rennen heute auch nicht leicht, aber die letzten 100 Meter konnten wir schon richtig genießen. Die Stimmung hier an der Regattabahn ist der Wahnsinn."

Unklare Besetzung zur WM

Mit dem Rückenwind der Bronzemedaille arbeitet der deutsche Mixed-Vierer jetzt weiter bis zur WM im tschechischen Racice vom 18. bis 25. September. Ob die Bronze-Besetzung von München nun so zusammen bleibt oder die erkrankte Juliane Benndorf zurückkehrt werden interne Entscheidungsrennen zeigen. "Das Ziel ist die schnellste Bootskombination zu finden, da werden wir in den kommenden Wochen schauen mit welcher Besetzung das der Fall ist", sagte Bootstrainer David Schäfer.

Quelle: red