Olympia: DOSB nominiert drei NRW-Sportler in erster Runde

Nicole Schott bei der Deutschen Meisterschaft auf dem Eis

Olympia: DOSB nominiert drei NRW-Sportler in erster Runde

Der DOSB hat mit Nicole Schott, Katharina Müller und Tim Dieck drei Sportlerinnen und Sportler aus dem Bereich Eiskunstlauf offiziell für die Olympischen Winterspiele nominiert.

Nicole Schott aus Essen wird bei den Damen im Eiskunstlauf antreten, während der deutsche Meister Paul Fentz nur im Teamwettbewerb laufen soll. Im Eistanz werden Katharina Müller/Tim Dieck aus Bochum und Dortmund antreten. Im Eiskunstlauf ruhen die Hoffnungen vor allem auf den EM-Fünften im Paarlauf, Minerva Hase/Nolan Seegert.

Neben den besagten Eiskunstläuferinnen und läufern nominierte der DOSB unter anderem auch Claudia Pechstein: Die 49-jährige fünffache Olympiasiegerin aus Berlin gehört zu den 20 Athleten und Athletinnen, die in der ersten Runde fest benannt wurden. Nach geschaffter Qualifikation hatte Pechstein, die mit ihrem achten Olympia-Start einen Rekord bei den Frauen aufstellen wird, dies als "absoluten Highlight" ihrer Karriere bezeichnet.

Großer Eishockey-Pool

Unter Vorbehalt und ohne Nennung von Namen ist zudem ein 35er-Pool von Eishockeyspielern nominiert worden, der am 18. Januar auf 25 Akteure (22 Spieler/drei Torhüter) reduziert wird. Bundestrainer Toni Söderholm hat angesichts möglicher Corona-Erkrankungen und Verletzungen darum gebeten, zunächst keine Spielernamen zu nennen, um Spekulationen und Debatten zu vermeiden, wie ein Verbandssprecher sagte. Das deutsche Team hatte 2018 in Pyeongchang Olympia-Silber gewonnen. Darunter dürften sich einige Profis aus NRW befinden.

Neben Pechstein haben in Michelle Uhrig, Patrick Beckert, Joel Dufter und Felix Rijhnen noch vier weitere Eisschnellläufer ihr Ticket erhalten. Im Rodeln kann Felix Loch in Peking Jagd auf seinen vierten Olympiasieg machen. Die Gold-Staffel von 2018 um Natalie Geisenberger, Tobias Arlt, Johannes Ludwig und Tobias Wendl könnte den Triumph in China wiederholen.

Zweite Nominierung am 18. Januar

"Mit dem Abschluss der ersten Nominierungsrunde ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen und starken Team D für Peking getan", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. "Wir werden einmal mehr und hoffentlich zum letzten Mal Spiele ganz besonderer Art unter Pandemiebedingungen erleben."

Der DOSB wird am 18. Januar in einer zweiten Nominierungsrunde die deutsche Mannschaft komplettieren. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 waren rund 150 Sportler am Start. Sie sorgten mit 31 Medaillen für das beste Ergebnis nach der Wiedervereinigung.

dpa | Stand: 11.01.2022, 13:25