NRW-Mannschaft des Jahres: Der Deutschland-Achter

Die Crew des Deutschland-Achters nach dem WM-Sieg in Linz im September 2019.

NRW-Mannschaft des Jahres: Der Deutschland-Achter

  • FELIX Award: Deutschland-Achter ist Mannschaft des Jahres
  • DRV-Paradeboot holte Gold bei Europa- und Weltmeisterschaft
  • Großes Ziel für 2020: Gold bei Olympischen Spielen in Tokio

Der FELIX Award in der Kategorie "Mannschaft des Jahres 2019" geht an den Deutschland-Achter. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV), das im Bundesleistungszentrum in Dortmund trainiert, liefert seit Jahrzehnten regelmäßig Top-Leistungen ab. Auch in diesem Jahr räumte das Team um Schlagmann Hannes Ocik beinahe alles ab, was es zu gewinnen gab.

Siebtes EM-Gold in Serie

Im Juni holte die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Bender bei der Europameisterschaft in Luzern die Goldmedaille und verwies die Boote aus Großbritannien und den Niederlanden auf die Plätze. Für das DRV-Paradeboot war es bereits das siebte EM-Gold in Serie.

Beim Weltcup-Finale im Juli in Rotterdam musste der Achter unter widrigen Bedingungen die erste Niederlage in einem Endlauf seit den Olympischen Sommerspielen von Rio 2016 hinnehmen. Die Crew landete hinter Großbritannien auf Platz zwei.

Der Mythos Deutschland-Achter Sportschau 29.08.2019 02:39 Min. Verfügbar bis 29.08.2020 Das Erste

Achter schlägt bei WM zurück

Bei der Weltmeisterschaft in Linz schlug das deutsche Team zurück. Im Finale verwies Deutschland die Briten wieder auf Platz zwei und machte nach den WM-Siegen in Sarasota 2017 und 2018 in Plowdiw den Titel-Hattrick perfekt. Durch den Sieg sicherte sich der Achter zudem die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Deutscher Achter holt Gold Morgenmagazin 02.09.2019 00:38 Min. Verfügbar bis 02.09.2020 Das Erste

Nach dem verlorenen Rennen habe "sich der wahre Charakter der Mannschaft gezeigt", sagte Ocik, und Crewmitglied Torben Johannesen ergänzte: "Die größte Leistung ist, dass wir nach der deutlichen Niederlage in Rotterdam so zurückkommen. Unglaublich."

Sieg trotz Schwächeanfalls von Reinhardt

In einem von dramatischen Umständen begleiteten Rennen setzte sich der Achter kurz nach dem WM-Sieg bei der 19. Auflage des Kanal-Cups auf dem Nord-Ostsee-Kanal durch. Crewmitglied Christopher Reinhardt erlitt während des Rennens einen Schwächeanfall, Gleiches galt für ein Mitglied der zweitplatzierten Niederländer. Beide mussten nach dem Rennen ärztlich betreut werden, waren aber stabil.

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Der Kanal-Cup gilt als eines der härtestes Ruderrennen der Welt. Die Strecke ist sechsmal länger als bei üblichen Rennen. Gefahren wird zudem nicht auf einer geschützten Regattastrecke, sondern auf einer offenen Seeschifffahrtsstraße.

Ziel 2020: Olympia-Gold

Das große Ziel für 2020 ist ein Sieg bei den Olympischen Spielen. "Es ist nicht erst dieses Jahr präsent, sondern durchgehend. Alles was wir tun, tun wir für das Ziel Tokio. Jeden Tag, jede Minute ist es das, was man mindestens im Hinterkopf hat. Meistens steht es sogar im Vordergrund", sagt Steuermann Martin Sauer.

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Sportschau 28.08.2019 02:39 Min. Verfügbar bis 28.08.2020 ARD Von WDR-Reporter Jan-Hendrik Raffler

Stand: 13.12.2019, 09:00

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