Neue Corona-Regeln: Sport in NRW bekommt 2G-Einschränkung

Desinfektion beim Amateursportklub

Neue Corona-Regeln: Sport in NRW bekommt 2G-Einschränkung

Nordrhein-Westfalen führt im kompletten Sportbereich Corona-Einschränkungen ein: Teilnehmen dürfen nur noch Geimpfte und Genesene - bereits ab 16 Jahren.

Wie die Landesregierung mit der neuen Coronaschutzverordnung am Dienstag bekannt gab, dürfen nur noch Geimpfte und Genesene an Sportveranstaltungen und -ausübung teilnehmen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betonte in der Pressekonferenz, dass die Regelung "auch für die Amateursportler" gelte. Die neue Verordnung gilt bis zum 21. Dezember.

2G-Regel auch für ältere Jugendliche ab 16 Jahre

Im Genauen heißt es, dass nur noch immunisierte Personen bei "Besuch oder Teilnahme bei der Ausübung auf und in Sportstätten zugelassen sind." Das gilt auch für den Profisport, wobei dieser als Ersatz "übergangsweise" auch einen negativen PCR-Test vorlegen kann.

Die 2G-Regelung gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren. 16- und 17-Jährige müssen eine Impfung oder die Genesung nachweisen. Die Impfquote der Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen bei 12-17 Jährigen liegt allerdings derzeit nur bei rund 57 Prozent - der Druck auf ältere, ungeimpfte Jugendliche steigt demnach ebenfalls enorm.

Stehplätze bei Großveranstaltungen werden halbiert

Auch die Fans der großen Stadien und Hallen müssen sich mit neuen Einschränkungen abfinden. Bei Freiluft-Veranstaltungen wo Stehplätze involviert sind, dürfen diese zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden. Das betrifft auch die Fußballspiele in NRW. In den Hallen dürfen sogar allgemein nur die Hälfte der Plätze ausgelastet werden. Bis zu 5.000 Zuschauer können jedoch in jedem Fall dabei sein. Erst darüber hinaus gilt die Kapazitätsbeschränkung.

LSB-Forderung "3G draußen" nicht erfüllt

Die Forderung des Landessportbundes, dass im Freien im Amateursport maximal 3G gelten solle, wurde nicht erfüllt. Der LSB hatte sich in einem Brief letzte Woche für den Outdoorbereich einen Zugang für alle auf 3G-Basis gewünscht. LSB-Präsident Stefan Klett machte zudem deutlich, eine erneute undifferenzierte Einschränkung wäre nicht vermittelbar.

Er rief jedoch alle Sportlerinnen und Sportler auf, sich impfen zu lassen. Der Westdeutsche Tischtennis-Verband reagierte bereits am Wochenende mit einem Schreiben und bereitete seine Vereine darauf vor, dass ab Mittwoch die neue 2G-Regelung beachtet werden müsse.

red | Stand: 23.11.2021, 16:09