Olympia 2032 in NRW - SPD bringt landesweite Befragung ins Spiel

SPD-Landtagschef Thomas Kutschaty

Olympia 2032 in NRW - SPD bringt landesweite Befragung ins Spiel

Die SPD in Nordrhein-Westfalen bringt eine Beteiligung der Bürger in den unbeteiligten Regionen für Olympia 2032 ins Spiel. Die Initiatoren sowie die CDU haben das anders geplant.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty forderte am Mittwoch im Hinblick auf eine mögliche Olympia-Bewerbung einer Privatinitiative in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2032 eine Bürgerbefragung im gesamten Land. Nur in den geplanten Austragungsorten dürfe diese nicht stattfinden.

SPD und CDU sehen Bürgerbefragung unterschiedlich

"Eine Bewerbung für die Spiele kann nur erfolgreich sein, wenn sie die breite Zustimmung der Menschen in unserem Land findet. Deshalb darf eine solche Befragung auch keine elitäre Veranstaltung einer geschlossenen Gesellschaft sein, bei der die anderen Städte nur von draußen zuschauen dürfen", sagte Kutschaty der Zeitung Kölner Stadt-Anzeiger.

"Welchen Mehrwert hätte aber eine Bürgerbeteiligung in Orten, an denen definitiv keine Spiele stattfinden? Es ist deshalb vollkommen richtig, die Städte zu fragen, die als Austragungsorte in Frage kommen - und nicht das ganze Land", sagte hingegen der sportpolitische CDU-Fraktionssprecher Jens Nettekoven.

Beteiligung der Einwohner für 2021 geplant

Die Initiatoren der Olympia-Bewerbung "Rhein-Ruhr-City" planen, im kommenden Jahr Bürgerbefragungen in den möglichen Austragungsorten durchzuführen. Danach soll die Bevölkerung unter anderem in Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen und Mönchengladbach befragt werden. Auch die CDU in NRW unterstützt dieses Vorhaben. Klar sei laut Nettekoven, dass eine Bewerbung nur bei einem enstsprechenden Votum in den beteiligten Städten möglich sei.

dpa/lnw | Stand: 09.09.2020, 14:40