Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund) aus Deutschland in Aktion bei der Leichtathletik-WM

Start trotz Problemen - Mohumed scheitert bei Leichtathletik-WM

Stand: 22.07.2022, 09:39 Uhr

Mohamed Mohumed hat bei der Leichtathletik-WM in Eugene das Finale über 5000 Meter verpasst. Der Dortmunder scheiterte auch aufgrund von vorherigen körperlichen Beschwerden.

Der deutsche Meister Mohamed Mohumed ist bei der Leichtathletik-WM in Eugene über 5000 Meter im Vorlauf ausgeschieden. Nachdem das 23 Jahre alte Lauftalent aus Dortmund am Donnerstag (Ortszeit) anfangs noch in der Spitzengruppe mithalten konnte, verließen ihn die Kräfte und er landete abgeschlagen nach 13:52,00 Minuten auf dem 33. Platz. "Morgens, als ich aufwachte, ging es mir nicht so gut", sagte Mohumed, der am Anfang des Rennens noch vorne mitgelaufen war. "Ich dachte, es wäre in dieser Situation das Beste, gleich aggressiv zu laufen."

Verzicht auf Coronatest, aber nicht auf den Start

Trotzdem einiger Coronasymptome startete Mohumed ohne tagesaktuellen Test. "Ich weiß nicht, ob es mich erwischt hat. Ich hoffe es nicht", sagte er nach dem Rennen. Mohumed erklärt, warum er trotz der Schwächung auch nicht auf einen Start verzichtete: "Man stellt sich dann natürlich an die Startlinie. Das ist eines der größten Ereignisse der Welt, und wenn man sich qualifiziert, will man auch laufen. Ich hoffe jetzt, dass ich nicht krank bin und es etwas anderes ist."

Tatsächlich stellte sich hinterher immerhin heraus, dass Mohumed nicht das Coronavirus in sich trägt. Der deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) teilte am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit, dass Mohumed nach dem Rennen negativ getestet worden sei. Zuvor hatte der DLV am Donnerstag den Corona-Fall von Christopher Linke bekannt gegeben. Der Geher aus Potsdam wurde positiv getestet und kann am Samstag nicht über 35 km antreten.

Auch Thorwirth aus Düsseldorf scheitert

Wie der Verband dann am Abend weiter mitteilte, habe Mannschaftsarzt Andrew Lichtenthal insgesamt drei positive Corona-Fälle im deutschen WM-Team festgestellt, neben Linke sei Personal aus dem Trainer- und medizinischen Team betroffen.  "Alle positiv Getesteten wurden sofort isoliert, alle Kontaktpersonen werden regelmäßig getestet, sowie ohnehin täglich alle Mitglieder des medizinischen Teams. Allen drei Erkrankten geht es den Umständen entsprechend gut", hieß es in der Mitteilung.

Über 5.000 Meter war noch ein weiterer NRW-Athlet gestartet. Der Düsseldorfer Maximilian Thorwirth lief in 13:43,02 Minuten auf Platz 28 und schied ebenfalls aus, der Frankfurter Sam Parsons erreichte als 14. das Finale. Schnellster Mann war Jacob Krop aus Kenia in 13:13,30 Minuten.