Düsseldorfer gewinnt Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg

Nikki Johnstone (rechts) beim Rhein-Ruhr-Marathon 2018

Düsseldorfer gewinnt Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg

Von Peter Hild

  • Favorit aus Düsseldorf als Erster im Ziel
  • Probleme mit Streckenlänge
  • Kritik vom Leichtathletikverband Nordrhein

Nikki Johnstone vom ART Düsseldorf hat am Sonntag (03.06.2018) den Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg gewonnen. Er siegte in 2:28:42 Stunden, er ging hier zum ersten Mal an den Start.

Bei den Frauen gewann ebenfalls eine Läuferin aus der Region: Annika Vössing, die für den LAV Oberhausen startet, überquerte nach 2:57:22 Stunden als Erste die Ziellinie. Insgesamt waren gut 5.500 Teilnehmer am Sonntagmorgen gestartet.

Halbmarathon zu kurz?

Für ein Highlight sorgte Anke Esser aus Ostbevern bei Münster. Mit einer Stunde und gut 18 Minuten stellte sie nach Angaben der Veranstalter einen neuen Streckenrekord über die Halbmarathon-Distanz auf.

Der Leichtathletikverband Nordrhein meldete jedoch nach der Veranstaltung Zweifel bei der Streckenlänge an. Der zuständige Laufwart Detlev Ackermann sagte dem WDR am Dienstag (05.06.2018), der Veranstalter habe die Strecke geändert, dies aber nicht offiziell nachmessen lassen. "Es darf davon ausgegangen werden, dass die Strecke vom Halbmarathon auf jeden Fall zu kurz war", sagte Ackermann.

Eine Gruppe von Läufern kurz nach dem Start beim Rhein-Ruhr-Marathon

Startschuss beim Rhein-Ruhr-Marathon 2018

Organisationsleiter Uwe Busch zeigte sich mit dem Tag sehr zufrieden: "Das Wetter war nahezu optimal. Durch den früheren Start um 8.30 Uhr musste kein Läufer in der Mittagssonne laufen, was uns viele gedankt haben." Nach Buschs Schätzungen verfolgten rund 40.000 Zuschauer den Lauf am Straßenrand.

Zahlreiche Straßensperrungen

Für das Rennen mussten zahlreiche Straßen in der Innenstadt sowie mehrere Rheinbrücken bis in den frühen Sonntagnachmittag gesperrt werden. Die Polizei sprach jedoch von einem reibungslosen Verlauf ohne größere Verkehrsprobleme.

Rhein-Ruhr-Marathon - Verkehrsbehinderungen erwartet

WDR Aktuell | 03.06.2018 | 00:48 Min.

Korrekturen (05.06.2018, 15:19 Uhr): In der ursprünglichen Fassung des Berichts ist die Zeit des Gewinners nicht korrekt angegeben worden. Dass Nikki Johnstone seinen Vorjahressieg wiederholte, ist falsch. Nikki Johnstone lief am Sonntag das erste Mal beim Rhein-Ruhr-Marathon mit. Außerdem war die Rede davon, dass zwei Bundeswehrsoldaten, die den Rhein-Ruhr-Marathon bereits mehrfach absolviert haben, die Strecke im Bundeswehr-Feldlager Masar-i Scharif gelaufen sind und ihre Zeit laut Veranstalter in der Ergebnisliste geführt werden soll. Das stimmt nach Angaben des Leichtathletikverbandes Nordrheins nicht.

Stand: 05.06.2018, 15:38