Klosterhalfen knackt nächsten deutschen Rekord

Konstanze Klosterhalfen (r.) führt das Läuferfeld an

Klosterhalfen knackt nächsten deutschen Rekord

  • Klosterhalfen verbessert Rekord aus dem Jahr 1985
  • Auch in der Halle hält die Leverkusenerin den Rekord
  • Bereits in Berlin unerreichbar für die Konkurrenz

Zwei Wochen nach ihrem Traumlauf von Berlin hat die Leverkusenerin Konstanze Klosterhalfen am Sonntag (18.08.2019) den nächsten deutschen Rekord geknackt.

Beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Birmingham lief die 22-Jährige die Meile in 4:21,11 Minuten und blieb damit 48 Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke von Ulrike Bruns (4:21,59 Minuten) aus dem Jahr 1985. In der Halle hält Klosterhalfen bereits seit dem Winter den Rekord (4:19,98) über diese Strecke, die nicht regelmäßig im Programm der großen Meetings ist.

"Es war windig da draußen, aber ich bin trotzdem eine gute Zeit gelaufen und überglücklich", sagte Klosterhalfen, die auf den letzten 800 Metern nicht mehr von Tempomacherinnen unterstützt wurde: "Ich musste im Wind viel Kraft einsetzen." Der Sieg sei "unglaublich" und "die perfekte Vorbereitung" auf die anstehende Weltmeisterschaft.

Schon in Berlin eine Klasse für sich

Nach ihrem spektakulären Auftritt in Berlin, wo Klosterhalfen den deutschen Rekord über 5000 Meter um rund 15 Sekunden auf 14:26,76 Minuten verbessert hatte, zog sie sich zur Vorbereitung auf die WM in Doha/Katar (27. September bis 6. Oktober) zuletzt in ein Höhentrainingslager im US-Bundesstaat Utah zurück. Nach den Einheiten in Park City präsentierte sich die Ausnahmeläuferin in Birmingham nun weiter in Topform.

"Jetzt kehren wir zum Höhentraining nach St. Moritz zurück und bereiten uns auf die Weltmeisterschaft vor", sagte Klosterhalfen. Ein Dreivierteljahr nach ihrem Wechsel nach Portland ins Oregon Project des Sportartikelgiganten Nike, wo sie unter Coach Pete Julian arbeitet, gehen Klosterhalfens Leistungen weiter durch die Decke. "Das Training ist nicht nur intensiver, sondern auch schlauer strukturiert. Es geht den Trainern um jedes Detail, Ziel ist, wirklich alles zu verbessern. Und der Nike-Campus ist wirklich atemberaubend", hatte Klosterhalfen zuletzt gesagt.

Klosterhalfen muss sich für Strecke entscheiden

Noch weiß Klosterhalfen nicht, auf welche Strecke sie in Doha ihren Fokus legen wird. Die 3000 Meter, derzeit wohl ihre Idealstrecke, auf der sie Ende Juni ebenfalls den Deutschen Rekord verbessert hat, sind nicht im Programm, die Wahl muss zwischen 1500 und 5000 Meter fallen.

Ob kurz oder lang, Klosterhalfen stellt trotz ihrer steilen Entwicklung noch keine überzogenen Ansprüche. "Ich möchte zum ersten Mal im Finale stehen und dann alles geben, was geht", sagte sie in Berlin: "Mein Ziel ist es, immer mehr in die Weltspitze vorzudringen. Vom Taktischen habe ich noch viel zu lernen."

Auch Pinto siegt über 100 Meter

Für einen weiteren Sieg in Birmingham sorgte Tatjana Pinto. Die deutsche Meisterin aus Paderborn setzte sich über die diesmal nicht als Diamond-League-Wettbewerb ausgetragene 100-Meter-Distanz bei Gegenwind in guten 11,15 Sekunden vor der Amerikanerin Dezerea Bryant (11,21) durch.

Die Finals - 5.000 Meter der Frauen: die letzte Runde Sportschau 03.08.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 03.08.2020 Das Erste

sid/dpa/red | Stand: 18.08.2019, 15:40