Joshua Hartmann reißt bei seinem Zieleinlauf über 200 Meter den Arm hoch.

Hartmann pulverisiert deutschen Rekord über 200 Meter

Stand: 09.07.2023, 20:00 Uhr

Joshua Hartmann hat den 18 Jahre alten deutschen Rekord über 200 Meter pulverisiert.

Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel siegte der 24-Jährige vom ASV Köln am Sonntag in 20,02 Sekunden. Die alte Bestmarke von Tobias Unger hatte seit 2005 bei 20,20 gelegen.

"Das lässt sich sehen. Das bedeutet mir viel", sagte Hartmann am ARD-Mikrofon. Eine Zeit unter 20 Sekunden wäre sogar möglich gewesen, hätte Hartmann bei seinem souveränen Sieg nicht frühzeitig den Arm zum Jubeln erhoben. "Hätte ich das gewusst, hätte ich den Arm nicht rausgetan. Ich weiß noch nicht, wie ich feiern werde, aber bestimmt ein bisschen", sagte Hartmann.

Hartmann, EM-Fünfter von München 2022, steigerte seine persönliche Bestleistung bei leichtem Rückenwind auf einen Schlag um 0,31 Sekunden. Hartmann kann dank seiner Steigerung endgültig mit seinem ersten WM-Einzelstart planen. Mit seinem Rekord knackte er deutlich die Direkt-Norm (20,16) für die WM in Budapest (19. bis 27. August) und die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Paris.

Meyer holt zweiten Titel

Vize-Europameisterin Lea Meyer vollendete mit ihrem DM-Titel über die 3.000 m Hindernis ein aus persönlicher Sicht perfektes Wochenende. Die Leverkusenerin setzte sich am Sonntag über ihre Spezialstrecke in 9:33,19 Minuten durch.

Tags zuvor war die 25-Jährige bereits über die 5.000 m (15:26,82) in Abwesenheit von Europameisterin Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen/ Fußbeschwerden) die Schnellste gewesen.

Sanders und Probst laufen zu Gold

Die Läufer Manuel Sanders und Marius Probst sicherten sich jeweils die Goldmedaille. Der Dortmunder Sanders gewann am Sonntag über 400 Meter in 45,07 Sekunden vor Jean Paul Bredau (Potsdam/45,67) und Patrick Schneider (Bochum/46,19). Der Bochumer Probst hatte im Lauf über 1.500 Meter nach 3:46,73 Minuten die Nase vorn. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Amos Bartelsmeyer (Frankfurt/M./3:47,30) und Elias Schreml (Dortmund/3:47,60).

Wattenscheider Staffel hat Nase vorn

Ebenfalls zu Gold lief die Staffel vom TV Wattenscheid über 4 x 100 Meter. Michael Bryan, Kevin Ugo, Robin Erewa und Joshua Koßmann ließen in 39,39 Sekunden den Hamburger SV (39,49) und MTG Mannheim (39,74) hinter sich.

Die Wattenscheider Frauen landeten auf Rang vier. Den Sieg holte das Team vom SSC Berlin um Gina Lückenkemper vor dem VfL Sindelfingen und LG Stadtwerke München.

Quelle: dpa/sid/red