TBV Lemgo Lippe noch ein Spiel vom "großen Ziel" entfernt

TBV-Coach Florian Kehrmann feuert sein Team an.

TBV Lemgo Lippe noch ein Spiel vom "großen Ziel" entfernt

Handball-Bundesligist TBV Lemgo Lippe kann am Dienstag in die Gruppenphase der European League einziehen. Nach dem Sieg im Hinspiel gegen Valur Reykjavik gehen die Lipper als Favorit ins Spiel.

Mit 27:26 gewannen die Ostwestfalen das Hinspiel in Island am vergangenen Dienstag (21.09.21). Der Sieg war jedoch hart erkämpft, denn der TBV lag beinahe die gesamte Spielzeit in Rückstand. Ein 5:0-Lauf Mitte der zweiten Halbzeit brachte die Lemgoer zurück ins Spiel und letztlich auf die Siegerstraße. Für den DHB-Pokalsieger der vergangenen Saison war es der erste Auftritt auf europäischer Bühne nach zehn Jahren Abstinenz.

"Wir haben das Hinspiel analysiert und sicherlich auch versucht, die Fehler abzustellen", sagte TBV-Trainer Florian Kehrmann vor dem Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr). Mit einen Sieg oder einem Unentschieden würde Lemgo Lippe den Einzug in die Gruppenphase der European League perfekt machen. "Das ist das große Ziel vor der Saison gewesen und dafür werden wir noch einmal alles investieren", versprach Kehrmann.

Isländer mit starker Abwehr

Das bedeutet, vor allem die starke Abwehr der Isländer vor Probleme zu stellen. "Wir wissen, dass sie sehr aggressiv in der Abwehr verteidigen, teilweise mit sehr offensiven Halbverteidigern, auch im Innenblock immer wieder versuchen, den Angriff unter Druck zu setzen", analysierte Kehrmann. Gleichzeitig muss der TBV aber auch die eigene Abwehr stärken. Denn im Hinspiel erspielten sich die Isländer mehr Abschlüsse als die Ostwestfalen, konnten das aber letztlich nicht nutzen.

Unklar ist noch, ob Lemgo Lippe auf den gesamten Kader zurückgreifen kann. Denn nach dem Hinspiel wurde ein TBV-Spieler "wegen des Verdachts eines Sexualdelikts kurz vor der Abreise des Teams in polizeiliches Gewahrsam genommen", wie der Verein mitteilte. Der Spieler sei befragt und am Donnerstagabend wieder entlassen worden. "Da uns die konkreten Vorwürfe nicht bekannt sind, können wir keine weiteren Stellungnahmen dazu abgeben. Nach Abschluss des Verfahrens werden wir die Öffentlichkeit informieren und, falls erforderlich, sicherlich auch angemessen reagieren", teilte der TBV weiter mit. Das ist bislang nicht passiert.

lt | Stand: 27.09.2021, 21:33