TBV Lemgo: "Sorgen muss man sich immer machen"

Jonathan Carlsbogard (m.) von Lemgo unter Druck.

TBV Lemgo: "Sorgen muss man sich immer machen"

  • Der TBV Lemgo steht fast am Ende der Handball-Bundesliga-Tabelle.
  • Geschäftsführer Jörg Zereike über die schwierige Lage des Klubs.
  • Saison-Highlight wäre im Pokalwettbewerb möglich.

Herr Zereike, wie bewerten sie den bisherigen Verlauf der Saison für den TBV Lemgo?

Jörg Zereike

Jörg Zereike

Jörg Zereike: Es war ein schwieriger Saisonstart, wir hatten viele Verletzte in der Vorbereitung. Mit Tim Sutton hat sich unser bester Spieler auch noch das Kreuzband gerissen. So sind wir schwer in die Saison gestartet und sind aktuell punktgleich mit dem Abstiegsplatz, was natürlich nicht so erfreulich ist.  

Mit lediglich zwei Siegen stehen Sie dem Tabellenende recht nah. Wie groß ist die Abstiegsangst?

Zereike: Der Spielplan hat es nicht so gut mit uns gemeint. Gerade bei den Heimspielen hatten wir die Top sieben und Friesenheim. Das haben wir dann relativ deutlich gewonnen. Jetzt kommen allerdings die Wochen der Wahrheit. Es ist erst November, die Saison ist noch lang. Wir haben bis Weihnachten noch fünf Spiele, davon vier Heimspiele gegen direkte Konkurrenten. Danach wird man dann beurteilen können, ob wir im Abstiegskampf sind, oder nicht.

Zereike: "Sorgen muss man sich immer machen"

Sportschau 27.11.2019 00:13 Min. Verfügbar bis 27.11.2020 ARD Von WDR-Reporter Jörg Strohschein

Ist personelle Besserung in Sicht?

Zereike: Die Verletzten sind mit Ausnahme von Sutton und Ari Lemke wieder alle an Bord. Das heißt aber nicht, dass alle schon bei einhundert Prozent sind, die müssen erstmal wieder in die Spiel-Fitness kommen. Der Trainer hat jetzt aber wieder mehr Optionen.  

Der VfL Gummersbach durchlebt dieses Abstiegs-Szenario gerade. Könnte Lemgo einen Abstieg wirtschaftlich verkraften, oder würde dieses Szenario das Aus bedeuten?

Zereike: Dieses Szenario ist nicht gänzlich neu für uns. Wir haben jetzt zwei Jahre mal Ruhe vor dem Abstiegskampf gehabt. Obwohl wir im letzten Jahr im November ähnlich dastanden, dann haben wir eine Serie hingelegt. Davor haben wir ja teilweise bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen. Das ist also nicht neu für uns und wir wären darauf vorbereitet.  Wir arbeiten hart daran, dass es nicht soweit kommt. Aber wenn es soweit kommt, wird es in die richtige Richtung gehen.

Zereike: "Wir arbeiten hart daran"

Sportschau 27.11.2019 00:07 Min. Verfügbar bis 27.11.2020 ARD Von WDR-Reporter Jörg Strohschein

Mit Gedeón Guardiola und Marcel Timm haben sie zwei verheißungsvolle Spieler frisch verpflichtet. Zwei Spieler, Christoph Theuerkauf und Christian Klimek, müssen dann allerdings gehen. Ist das auch ein deutliches Zeichen an den aktuellen Kader?

Zereike: Nein, das ist völlig im Rahmen. Piotr Wyszomirski wird uns im Übrigen auch verlassen. Wir hatten im letzten Jahr auch vier Neuzugänge und vier Abgänge. Das ist ein völlig normaler Rahmen. Trainer Florian Kehrmann und ich waren einfach der Meinung, dass wir am Kreis eine Veränderung brauchen. Und wir haben mit Guardiola und Timm zwei verheißungsvolle Spieler verpflichten können.    

Lesen sie auf Seite 2: So sehen Lemgos Planungen aus

Stand: 27.11.2019, 14:00

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