Bjarki Mar Elisson (TBV Lemgo Lippe)

HBL: Lemgo erkämpft Sieg gegen Stuttgart in der Schlussphase

Stand: 15.05.2022, 14:44 Uhr

Der TBV Lemgo Lippe bleibt durch einen umkämpften Heimsieg gegen den TVB Stuttgart im Rennen um die europäischen Plätze. Die Ostwestfalen profitierten in der Schlussphase von zwei Zeitstrafen der Gäste.

Von Thorsten Rosenberg

In einem Nachholspiel des 20. Spieltages gewann das Team von Trainer Florian Kehrmann am Sonntag mit 33:30 (14:15) und wahrte damit die Chance auf das Erreichen eines Platzes für Europa.

Nach den jüngsten Erfolgen in Balingen (32:29) und die Rhein-Neckar Löwen (24:23) gingen die Ostwestfalen mit Rückenwind in die Partie gegen die Schwaben. Doch auch die Gäste konnten sich zuletzt mit Erfolgen von den Abstiegsplätzen distanzieren. Der TBV führte schnell mit 2:0, doch danach gelangen den Gästen vier Treffer in Folge. Lemgo berappelte sich und nutzte die vielen Ballverluste der Stuttgarter.

Stuttgart nach Auszeit wieder besser im Spiel

Nach 15 Minuten war der TBV vor 2.364 Zuschauern auf 9:6 davon gezogen. Nach der folgenden Auszeit des TVB kamen die Gäste wieder besser ins Spiel, während Lemgo in der Offensive zum einen Treffgenauigkeit vermissen ließ und mitunter etwas umständlich agierte. Nach 24 Minuten lagen die Gäste mit 11:12 erneut vorne.

Wie schon im Hinspiel, das Lemgo mit 40:37 für sich entscheiden konnte, war es ein torreiches Spiel, was auch an den eher mangelhaften Defensivleistungen beider Mannschaften lag. Die Stuttgarter - vor dem Tor nun kaltschnäuziger und mit einem guten Tempo-Gegenzugspiel - nutzten eine Zeitstrafe gegen Gedeon Guardiola (25.), um auf 13:15 davonzuziehen. Bis zur Pause konnten die Blauen auf 14:15 verkürzen.

Lemgo kämpft sich zurück

Doch auch nach dem Wechsel waren die Gäste in ihren Aktionen konsequenter, während die Lemgoer in der Offensive zu ideenlos agierten. So bauten die Stuttgarter in den ersten sechseinhalb Minuten ihren Vorsprung auf 16:20 aus. Der TBV kämpfte und konnte nach 40 Minuten ausgleichen, doch erneut schafften die Gäste es innerhalb von zwei Minuten mit schnellen Tempo-Gegenzügen auf 20:23 zu stellen.

Doch die Gäste schenkten ihren Vorsprung innerhalb von wenigen Sekunden her, plötzlich führte der TBV mit 25:24 (47.). So ging es hin und her. Es deutete sich an, dass es bis zur letzten Sekunde eine hochspannende Partie bleiben würde.

Überzahlspiel kurz vor Ende

Viereinhalb Minuten vor dem Spielende jedoch zog Lemgo durch Lukas Huteceks Treffer auf 30:28 davon und spielte im Anschluss in Überzahl, denn Fynn-Luca Nicolaus musste nach einem harten Foul für zwei Minuten vom Feld. Die Hausherren nutzten das, und bauten den Vorsprung auf 32:29 aus (58.). Erneut musste der TVB nach einer Zeitstrafe gegen Max Häfner in den letzten zwei Minuten mit einem Spieler weniger auskommen.

So spielte Lemgo die Zeit runter und gewann am Ende nach einer starken kämpferischen Leistung verdient mit 33:30, auch weil die Kehrmann-Truppe in der Schlussphase die entscheidenden Treffer markierte. Durch den Sieg klettert der TBV an Melsungen und den Rhein-Neckar Löwen vorbei auf Platz acht. Bester Lemgoer Werfer war ein Mal mehr Bjarki Mar Elisson (8), gefolgt von Tim Suton (7). Für die Ostwestfalen geht es am Donnerstag weiter mit dem wichtigen Auswärtsspiel bei Tabellennachbar MT Melsungen (19.05 Uhr).