v.l. Lukas Hutecek TBV Lemgo Lippe, 2, David Schmidt Frisch Auf Goeppingen, 77, Gedeon Guardiola TBV Lemgo Lippe

Lemgo besiegt Göppingen, scheitert aber in EL-Qualifikation

Stand: 04.10.2022, 20:20 Uhr

In der 2. Qualifikationsrunde zur EHF European League hat der TBV Lemgo Lippe gegen FA Göppingen einen leidenschaftlichen Auftritt hingelegt. Für das Weiterkommen reichte es aber nicht.

Am Dienstagabend (04.10.2022) gewannen die Ostwestfalen auf heimischer Platte eine torreiche Partie mit 33:31 (18:15) gegen den Konkurrenten aus der Handball-Bundesliga (HBL). Nach dem 28:24 im Hinspiel für FA Göppingen war die Hypothek für Lemgo trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung zu groß, so dass die Lipper in der 2. Qualifikationsrunde ausschieden.

TBV Lemgo Lippe erst mit Problemen in der Offensive

Lemgo kam nicht sonderlich gut in die Partie. Göppingen zeigte eine gute 6-0-Positionsverteidigung. Außerdem zeigte der Gäste-Keeper Daniel Rebmann direkt mal eine starke Parade, weshalb Lemgo in einen Zwei-Tore-Rückstand geriet.

Der TBV hatte in der Offensive Probleme bei den Abständen und im Timing, wurde aufgrund mangelnden Spielflusses von Göppingen ausgekontert. Auch Tim Suton scheiterte an Rebmann, so dass nach acht gespielten Minuten Göppingen klar mit 6:2 führte.

Kastelic und Kehrmanns Kniff bringen Lemgo in Front

Lemgo kam in Hälfte eins gegen dominante Göppinger erst kaum zum Zug und ins Tempospiel. Auch dank des slowenischen Nationaltorhüters Urh Kastelic vereitelte der TBV aber drei Göppinger Angriffe in Folge, Lemgo kam zum Anschlusstreffer – nur noch 5:6.

Weil Lemgo in der Folge die Spannung hochhielt, Kastelic weiter stark parierte und Trainer Florian Kehrmann nach einer Auszeit bei eigenem Angriff mit einem siebten Spieler agieren ließ, gelang dem TBV auch verdientermaßen die erste Führung mit 12:11.

Lemgo musste dann einen kurzfristigen Ausfall von Suton verkraften, der einen Pferdekuss abbekommen hatte. Er lief den Schmerz aber raus, muskulär schien alles in Ordnung. Mit dem "Buzzer-Beater" von Lukas Hutecek, schon seit vierter Treffer zu diesem Zeitpunkt, brachte Lemgo die 18:15-Halbzeitführung auf die Anzeigetafel.

Zerbe besorgt Fünf-Tore-Führung für TBV

Nach dem Wiederbeginn hielt Lemgo Göppingen weiter auf Distanz. Und vergrößerte den Abstand sogar noch, nach der Niederlage im Hinspiel mit vier Toren Rückstand selbstredend wichtig. Auf die Torwartecke zog der nun besonders zielstrebige Lukas Zerbe seinen Wurf und erzielte das vielumjubelte 20:15 für die Hausherren.

In der Folge vergab auch Lemgo zwei Angriffe und tat sich plötzlich schwer im Tempospiel. Weil beim Sieben-gegen-sechs Lemgo auch noch Abspielfehler unterliefen, bedankte sich Göppingen für mehrere "Empty Goals". Zwischenzeitlich verkürzten die Gäste wieder auf 20:21 durch den umtriebigen Axel Goller.

Zecher hält Siebenmeter, Göppingen-Goalie Marin überragt

Göppingen verteidigte wieder griffig und stellte die TBV-Akteure zeitweise effektiv. Dabei vergaben die Lipper auch einige Würfe leichtfertig oder scheiterten am in der Crunchtime extrem stark aufgelegten Göppingen-Goalie Marin Sego.

Zwar überzeugte das Kehrmann-Team zeitweise wieder, hängte sich leidenschaftlich rein. Und Finn Zecher hielt noch einen Siebenmeter in der hitzigen Schlussphase. Aber Lemgo scheitete letztlich knapp an der Vier-Tore-Hypothek aus dem Hinspiel.

Quelle: jti