Tobias Schmitz (Bergischer HC)

Handball | Bundesliga

Bergischer HC belohnt sich in Hamburg für große Moral

Stand: 27.12.2021, 20:55 Uhr

Befreiungsschlag für die Bergischen: Der BHC hat in der Handball-Bundesliga einen bitter benötigten Sieg beim HSV Hamburg eingefahren und damit den ersten Erfolg seit Ende Oktober gefeiert.

Am Montagabend (27.12.2021) setzte sich der BHC mit 27:26 (12:15) auf fremder Platte gegen den HSV durch. Top-Werfer des BHC war Arnor Thor Gunnarsson (6). Die Bergischen verschafften sich damit ein wenig Luft im Abstiegskampf und bauten ihren Vorsprung auf Verfolger TuS N-Lübbecke aus, der im Parallelspiel mit 25:28 (12:13) der HSG Wetzlar unterlag.

Der BHC steht mit nun 13:23 Punkten auf Platz 14, Lübbecke hat dahinter 10:24 Zähler auf dem Konto - allerdings auch ein Spiel weniger absolviert.

Intensiver Start: BHC hält mit in der Hansestadt

Es war ein intensiver Beginn in der Hansestadt. Die Kontrahenten lieferten sich einen leidenschaftlichen Kampf mit vielen Tempogegenstößen. Weder der BHC noch die Gastgeber konnten sich zunächst absetzen, es stand nach etwa zehn Minuten 6:6.

Hamburgs Frederik Bo Andersen besorgte dann erstmals eine Zwei-Tore-Führung, daraufhin nahm BHC-Trainer Sebastian Hinze die erste Auszeit. Die Bergischen bekamen dabei die Maßgabe, die Zweikämpfe höher zu führen und besser ins Tempospiel kommen. Torwart Christopher Rudeck wurde danach bei einem Siebenmeter von Casper Ulrich Mortensen überlupft - 8:11 aus BHC-Sicht.

Bergischer HC mit Problemen gegen HSV-Abwehr

Hamburgs Defensive ordnete sich zunehmend besser, der Bergische HC fand in dieser Phase kaum ein Durchkommen gegen die disziplinierte 6:0-Verteidigung der Hanseaten. Dagegen überrannten die Hamburger auf der anderen Seite häufig die BHC-Defensive mit weiteren Tempogegenstößen und selbstbewussten Abschlüssen.

Tomas Mrkva hielt nach gut 25 Minuten und beim Rückstand von 10:14 dann einen Siebenmeter von Mortensen und damit seine Mannschaft vorerst im Spiel. Eine wichtige Szene, denn im Gegenzug brachte Gunnarsson den BHC auch wieder auf 11:14 heran. Bis zur Pause war es ein Duell auf Augenhöhe - mit leichten Vorteilen für den HSV.

BHC erzwingt Führung trotz starker Bitter-Paraden

Auch die zweite Halbzeit bot ein unverändertes Bild. Der HSV zeigte sich effizienter bei der Chancenverwertung, die Bergischen taten sich mit ihren Abschlüssen weiter schwer. Es blieb bei der Hamburger Führung, die auch Torwart Johannes Bitter zu verdanken war.

Er verhinderte zwischenzeitlich die Verkürzung durch die Bergischen und hielt beim Versuch von David Schmidt nach guten 40 Minuten vorerst die 20:17-Führung für Hamburg.

In der Folge kämpfte sich aber der BHC dennoch wieder ran. Wieder hieß das Duell Schmidt gegen Bitter, wieder war der HSV-Goalie dran, diesmal schlug der Ball aber zum 20:21 aus BHC-Sicht ein. Darauhin nahm Hamburg eine Auszeit.

Enge Schlussphase in Hamburg

Im Anschluss kassierte der HSV zwei Zeitstrafen, die die Bergischen auch nutzten: Gunnarsson besorgte gut zehn Minuten vor Schluss die Führung für den BHC, Tom Kare Nikolaisen baute diese sogar auf 23:21 aus.

Bis zur Schlusssirene blieb es spannend, der HSV kämpfte - und glich zwei Minuten vor Ende wieder zum 26:26 aus. Die Bergischen mussten in Unterzahl zu Ende spielen, weil Max Darj eine Zeitstrafe kassierte. BHC-Torhüter Mrkva parierte dann stark gegen Finn Wullenweber und hielt den Sieg fest, nachdem Alexander Weck das 27:26 erzielt hatte.

Quelle: jti