Max Häfner vom TVB 1898 Stuttgart setzt zum Sprungwurf an.

TuS N-Lübbecke zeigt Moral - erster Sieg nach zuvor 17 Niederlagen

Stand: 02.06.2022, 20:40 Uhr

Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat nach 17 Niederlagen in Folge wieder einmal gewonnen. Nach dem Sieg gegen den TVB Stuttgart hat der TuS weiterhin eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt.

Von Jakob Halbfas

Lübbecke setzte sich nach einer der besten Saisonleistungen gegen den TVB Stuttgart am Donnerstagabend mit 31:29 (15:12) durch. Für den TuS N-Lübbecke war es das lang ersehnte Erfolgserlebnis.

Vier Punkte Rückstand auf Platz 16

Zwei Spiele vor Saisonende bleibt Lübbecke damit die theoretische Chance auf den Verbleib in der Handball-Bundesliga (HBL). Allerdings beträgt der Rückstand auf den 16. Tabellenplatz vier Punkte. Hinzu kommt, dass die Ostwestfalen das mit Abstand schlechteste Torverhältnis aufweisen. In zwei Spielen müsste der TuS in Sachen Torverhältnis knapp 60 Tore aufholen. Sollte GWD Minden am Sonntag (16.05 Uhr) bei den Füchsen Berlin mindestens einen Punkt holen, wäre der Abstieg besiegelt.

Am Donnerstagabend stand jedoch der Sieg in Stuttgart im Vordergrund. Ausgerechnet gegen den TVB hatte Lübbecke Anfang Dezember 2021 seinen letzten Sieg feiern können. Danach folgten 17 Niederlagen am Stück. Umso befreiender war nach Abpfiff die Erleichterung - auch wenn der Abstieg aufgrund des schlechten Torverhältnisses nicht mehr zu verhindern scheint.

Trotz zahlreicher Ausfälle: Lübbecke dominiert TVB

Aufgrund der Negativserie und zahlreicher Ausfälle standen die Zeichen für dem TuS vor der Partie nicht gerade gut. Unbeeindruckt von den Rückschlägen in den vergangenen Monaten, begann Lübbecke gegen den TVB Stuttgart allerdings ungewohnt dominant und treffsicher.

Nach acht Minuten brachte Linksaußen Tom Skroblien Lübbecke mit 5:2 in Führung. Auch bis zur Pause hielt der Gast den Drei-Tore-Vorsprung aufrecht, führte zwischenzeitlich sogar mit vier Treffern. Das Team von Emir Kurtagic, das in dieser Saison mit großem Abstand die wenigsten Tore aller Clubs erzielt hat, zeigte sich im ersten Durchgang vor allem im Abschluss überraschend effizient.

Lübbecke bleibt bis zum Schluss effizient

Zur Pause führte der TuS N-Lübbecke mit 15:12, baute den Vorsprung jedoch nach 33 gespielten Minuten auf 18:13 aus. Alleine der überragende Skroblien erzielte acht der 18 Tore. Lübbecke blieb in der Folge vor allem eins: effizient. Stuttgars Torhüter Ivan Pesic und Miljan Vujovic hatten meist nur das Nachsehen und kamen im gesamten Spiel zusammen nur auf sieben Paraden.

In den letzten Minuten machte es Stuttgart dann aber noch einmal spannend und kam bis auf einen Treffer an Lübbecke heran. Kreisläufer Yannick Dräger entschied dann das Spiel mit dem 31. Treffer sieben Sekunden vor Ende.

Für Lübbecke geht nach dem erlösenden Sieg der Blick am Sonntag nach Berlin, wo die Füchse Berlin die GWD Minden empfangen. Bei einem Punkt der Mindener, kann Emir Kurtagic endgültig für die 2. Bundesliga planen. Für den TuS selbst geht es am nächsten Donnerstag gegen den TSV Hannover-Burgdorf (19.05 Uhr) weiter.