Handball-WM im Januar - diese Spieler aus NRW könnten dabei sein

Stand: 07.12.2022, 10:32 Uhr

Für der Handball-WM im Januar in Polen und Schweden hoffen auch einige Spieler aus NRW auf eine Nominierung. Wer hat tatsächlich Chancen, dabei zu sein?

Handball-Fans fiebern bereits der Weltmeisterschaft 2023 in Polen und Schweden entgegen. Vom 11. bis 29. Januar spielen die Mannschaften um den WM-Titel. Ende November 2022 hat Bundestrainer Alfred Gislason seinen 35er-Kader bekannt gegeben. Am 23. Dezember wird der Kader nach den DHB-Planungen auf 18 Spieler verkleinert.

Ganz besonders fiebern auch eine Handvoll deutscher Spieler aus NRW-Klubs auf das Turnier hin. Aus der Region sind folgende Akteure in den vorläufigen 35er Kader nominiert worden:

Julian Köster (VfL Gummersbach)
Der 22-Jährige Rückraumspieler war Anfang 2021 vom TSV Bayer Dormagen nach Gummersbach gekommen, wo er zunächst noch eine Verletzung auskurierte. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zu einem der wichtigsten Spieler der Gummersbacher, kam in die Nationalmannschaft, schaffte bei der Europameisterschaft 2022 den Durchbruch und wurde zur Nachwuchshoffnung im deutschen  Handball.

Tim Suton (TBV Lemgo Lippe)
Der gebürtig aus Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) stammende Suton war in der Saison 2014/15 von den Rhein-Neckar Löwen ins Lipperland gewechselt. Nach einem einjährigen Gastspiel beim TuS N-Lübbecke kehrte der Rückraumspieler im Sommer 2016 nach Lemgo zurück. In der Nationalmannschaft kam Suton seit seinem Debüt im Juni 2017 gegen die Schweiz 14-mal zum Einsatz. Sammelte bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark Turnier-Erfahrung.

Dominik Mappes (VfL Gummersbach)
Der Rückraumspieler, einer der besten Feldschützen der aktuellen HBL-Saison, hat großen Anteil am hervorragenden Saisonstart von Aufsteiger VfL Gummersbach. Mappes durchlief beim TV Hüttenberg alle Jugendteams und stieg mit dem Verein in die 2. Bundesliga auf. In Erlangen und zwei Jahren bei den Eulen erzielte Dominik Mappes über 200 Treffer in der 1. Bundesliga. Nun stellt der Mittelmann nach seinem Wechsel zum VfL Gummersbach seine Torgefahr in der 1. Liga unter Beweis.

Djibril M´Bengue (Bergischer HC)
Der Sohn eines Senegalesen und einer Deutschen spielte in der Jugend zunächst Fußball, bevor er zum Handball wechselte. 2013 schloss sich der 1,95 Meter große Rückraumspieler dem damaligen Zweitligisten TV Bittenfeld an, in der Saison 2014/15 gelang M’Bengue mit dem TVB der Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Im Sommer 2018 verließ M’Bengue den TVB und schloss sich dem portugiesischen Erstligisten FC Porto an. Seit 2022/23 spielt er für den Bergischen HC. Bei der EM 2022 schnupperte er bereits ins deutsche Team und konnte sich akklimatisieren.

Lukas Zerbe (TBV Lemgo Lippe)
Lukas Zerbe ist der Neffe von Ex-Nationalspieler Volker Zerbe. Seit 2018 steht der Rechtsaußen beim TBV Lemgo Lippe unter Vertrag, also dem Verein, in dem sein Onkel ebenfalls seine aktive Karriere verbracht hat. Alfred Gislason nominierte Lukas Zerbe im November 2021 erstmals für die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Am 05.11.2021 absolvierte Zerbe sein erstes Länderspiel beim Testspiel gegen Portugal in Luxemburg. Schon jetzt ist klar, dass Zerbe 2024 zum THW Kiel wechseln wird.

WM-Auftakt gegen Katar

Bis zum Morgen des deutschen WM-Auftaktspiels am 13. Januar in Kattowitz gegen Asienmeister Katar muss sich Gislason auf 18 Spieler festlegen. Für jede Partie kann der Bundestrainer aus diesem Kreis 16 Akteure benennen. Während des Turniers sind zudem bis zu fünf Wechsel mit Spielern aus dem 35er-Kader möglich.

Deutschland trifft in der WM-Vorrunde auf Asienmeister Katar (13. Januar), Serbien (15. Januar) und Algerien (17. Januar). Alle Partien beginnen um 18 Uhr.

Ab dem 2. Januar zieht Gislason sein WM-Team zur Vorbereitung in Hannover zusammen. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft bestreitet die deutsche Mannschaft noch zwei Länderspiele. Sowohl in Bremen (7. Januar, 16 Uhr) als auch in Hannover (8. Januar, 15.30 Uhr) wird Island der Gegner sein.

Der 35er Kader

Tor:
Till Klimpke (HSG Wetzlar), Andreas Wolff (VIVE Lomza Kielce/POL), Joel Birlehm (Rhein-Neckar Löwen), Silvio Heinevetter (TVB Stuttgart), Daniel Rebmann (Frisch Auf Göppingen)

Linksaußen:
Lukas Mertens (SC Magdeburg), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Rune Dahmke (THW Kiel), Patrick Zieker (TVB Stuttgart), Matthias Musche (SC Magdeburg)

Rückraum links:
Julius Kühn (MT Melsungen), Lukas Stutzke (Bergischer HC), Paul Drux (Füchse Berlin), Philipp Weber (SC Magdeburg), Julian Köster (VfL Gummersbach), Tim Suton (TBV Lemgo Lippe)

Rückraum Mitte:
Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig), Marian Michalczik (TSV Hannover-Burgdorf), Dominik Mappes (VfL Gummersbach)

Rückraum rechts:
Kai Häfner (MT Melsungen), Franz Semper (SG Flensburg-Handewitt), David Schmidt (Frisch Auf Göppingen), Djibril M´Bengue (Bergischer HC), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf)

Rechtsaußen:
Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo Lippe), Tim Hornke (SC Magdeburg), Christoph Steinert (HC Erlangen)

Kreis:
Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Tim Zechel (HC Erlangen), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf).