Handball - Minden und Lemgo ärgern die Top-Klubs

Lemgo holt Punkt bei den Rhein-Neckar Löwen Sportschau 20.02.2020 02:51 Min. Verfügbar bis 20.02.2021 Das Erste

Handball - Minden und Lemgo ärgern die Top-Klubs

  • GWD Minden holt zweiten Saisonsieg gegen Füchse Berlin
  • Mindener "Heimserie" in Lübbecke ausgebaut
  • Lemgo Lippe erkämpft Punkt gegen Rhein-Neckar Löwen

In der Handball-Bundesliga haben zwei NRW-Klubs am Donnerstag (20.02.2020) die Favoriten geärgert. Während der TBV Lemgo Lippe nach einer starken Vorstellung beim 29:29 (18:14) einen Punkt erkämpfte, konnte GWD Minden gegen die Füchse Berlin die "Heimserie" in Lübbecke sogar durch einen 30:25 (15:12)-Sieg ausbauen und den zweiten Erfolg gegen die Hauptstädter einfahren.

GWD Minden ringt Füchse Berlin nieder

In der Arena des Kreisnachbarn Lübbecke bekamen die zum "Heimspiel" mitgereisten Mindener Zuschauer eine ausgeglichene Anfangsphase zu sehen. In der 3. Spielminute brachte Christoffer Rambo GWD mit dem ersten Treffer der Partie in Führung.

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Es ging hin und her, Minden konnte gegen die Füchse, die nach einer Viertelstunde ein wenig den spielerischen Faden verloren, dann durch Marian Michalczik die Anzeigetafel auf 13:10 (27.) stellen. Mit einer überraschenden 15:12-Führung für GWD ging es in die Pause.

Nach dem Wiederbeginn agierte Minden unverändert nervenstark und baute die Führung durch Rambo zwischenzeitlich sogar auf 18:14 aus (34.). Berlins Jakov Gojun sah in der 37. Spielminute für sein drittes Foul die Rote Karte und musste den Gang in die Kabine antreten. In der Folge behielt Minden die Oberhand und siegte letztendlich deutlich wie verdient.

Lemgo Lippe bringt RNL an Rand der Niederlage

Lemgo startete nach dem Erfolg im Ostwestfalen-Derby selbstbewusst in die Partie. Zwar legten die Rhein-Neckar Löwen gut los und führten nach einer Viertelstunde mit 9:6, doch die Ostwestfalen ließen sich trotz Drei-Tore-Rückstand nicht abschütteln. Nach etwa 23 Minuten glich Bjarki Mar Elisson nach einem schnellen Gegenstoß zunächst zum 12:12 aus, nur wenige Augenblicke später sorgte er für die 13:12-Führung (25.).

Kurz vor der Halbzeitsirene war es dann das Team von Trainer Florian Kehrmann, das davon zog. Aufbauend auf einem sicheren Stellungsspiel in der Defensive erarbeitete sich der TBV einen Vier-Tore-Vorsprung. Jonathan Carlsbogards Doppelschlag (29./30.) sorgte dafür, dass die Gastgeber mit ratlosen Gesichtern in die Kabine gingen.

Zum Start der zweiten Hälfte kassierte TBV-Rückraumspieler Isaias Guardiola eine Zwei-Minuten-Strafe (33.), Die Löwen kamen in der folgenden Druckphase wieder auf 17:18 (34.) heran. TBV-Torwart Peter Johannesson parierte zwischenzeitlich mehrfach stark, das Spiel blieb eng, die Löwen machten Druck und spielten ihre individuelle Klasse aus. In einer extrem spannenden Schlussphase stand es 25 Sekunden vor dem Spielende noch 29:29 - den letzten Angriff verteidigte Lemgo dann stark. Es blieb beim Remis, der TBV jubelte.

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 24. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 20.02.2020 | 19.00 Uhr

Wappen Rhein-Neckar Löwen

Rhein-Neckar Löwen

Appelgren, Gierse, Palicka – Kirkelökke (1), Petersson (2), Larsen (8), Schmid (5/2), Schneibel – Ganz, Groetzki (2), Abutovic, Gensheimer (3), Tollbring (2) – Gislason (1), Guardiola, Kohlbacher (5)

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Wappen TBV Lemgo Lippe

TBV Lemgo Lippe

Johannesson, Wyszomirski – Cederholm (2), Guardiola Villaplana, Klesniks, Kogut (1), Carlsbogard (10), Geis, Hangstein (1) – Schagen (1), Zerbe, Elisson (9/5), Reimann – Klimek (1), Theuerkauf (4)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Rhein-Neckar Löwen TBV Lemgo Lippe
Siebenmeter 2 Würfe, 2 Treffer 5 Würfe, 5 Treffer
Strafminuten 4 Min. 6 Min.

Zuschauer:

  • 6.086

Schiedsrichter:

  • Standke (Göttingen), Heine (Wendeburg)

Stand der Statistik: Donnerstag, 20.02.2020, 20:43 Uhr

jti | Stand: 20.02.2020, 20:30

Team S P
1. THW Kiel 26 44:8
2. SG Flensburg-H. 27 42:12
3. SC Magdeburg 27 39:15
4. TSV Hannover-B. 27 36:18
5. Füchse Berlin 27 35:19
  ...    
16. HBW Balingen-W. 27 16:38
17. Eulen Ludwigsh. 27 15:39
18. Nordhorn-L. 27 4:50