Emir Kurtagic (m.) coacht den TuS-N Lübbecke

TuS N-Lübbecke muss nach Stuttgart - Abstieg kann besiegelt werden

Stand: 01.06.2022, 19:56 Uhr

Der TuS N-Lübbecke steht vor dem sportlichen Abstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Sollten die Ostwestfalen am Donnerstag gegen den TVB Stuttgart nicht gewinnen, wäre der Club endgültig nicht mehr zu retten.

Für den TuS N-Lübbecke ist der Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga eigentlich jetzt schon ein Ding der Unmöglichkeit. Drei Saisonspiele sind noch zu absolvieren, der TuS hat auf den sicheren 16. Tabellenplatz sechs Punkte Rückstand und ein deutlich schlechteres Torverhältnis als GWD Minden.

Theoretisch ist der Klassenerhalt noch möglich - praktisch kann der Verein aber schon für die 2. Liga planen. Sollte Lübbecke am Donnerstag (19.05 Uhr) gegen den TVB Stuttgart nicht gewinnen, ist der Abstieg dann auch offiziell besiegelt.

Letzter Sieg in der Liga im Dezember gegen Stuttgart

Auch wenn Minden am Sonntag (16.05 Uhr) bei den Füchsen Berlin mindestens einen Punkt holt, ist der Aufsteiger unabhängig vom eigenen Ergebnis nicht mehr zu retten. Am Donnerstag trifft der TuS N-Lübbecke ausgerechnet auf den TVB Stuttgart. Gegen die Süddeutschen gewann Lübbecke Anfang Dezember 2021 mit 27:23. Es war der bis dato letzte Sieg von Emir Kurtagic und Co.

Mit großen Verletzungssorgen in den Liga-Endspurt

Was um die Jahreswende folgte waren, neben 17 Niederlagen am Stück, vor allem zahlreiche Ausfälle, die der Club zu verkraften hatte. In den letzten Wochen standen Kurtagic im Training oftmals nur neun Spieler zur Verfügung. Zuletzt traf es Tin Kortec, der sich zum wiederholten Mal den Finger brach. "So etwas habe ich noch nie erlebt", kommentierte Kurtagic: "Das ist keine schöne Zeit im Moment."

Trotz der endlos langen Verletztenliste auf der einen und dem nahezu besiegelten Abstieg auf der anderen Seite, ist der 41 Jahre alte Handball-Coach um Motivation bemüht. "Wir müssen 60 Minuten lang alles ausblenden. Ich denke, wir werden unsere Chancen bekommen."

Für den TuS N-Lübbecke wird es also in den letzten drei Partien darum gehen, sich stilvoll und am besten noch mit dem ein oder anderen Erfolgserlebnis aus der Handball-Bundesliga zu verabschieden. Mit Blick auf die kommende Saison wäre es für Lübbecke schon ein Erfolg, wenn bis zum letzten Spieltag keine weiteren Namen auf die lange Liste der Verletzten hinzukommen würden.

Quelle: red