Gummersbach kann sich für Mut gegen SCM nicht belohnen

Alexander Becker (VfL Gummersbach) gegen Magdeburgs Angreifer Piotr Chaprowski

Gummersbach kann sich für Mut gegen SCM nicht belohnen

Von Julian Tilders

  • 24:29-Niederlage in Magdeburg
  • Zwischenzeitliche Führung für Gummersbach
  • Nach wie vor zwei Zähler Abstand auf Abstiegsplatz

Der VfL Gummersbach hat es gegen den Tabellenvierten aus Magdeburg verpasst, einen Brustlöser im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga zu erzwingen. Ein kämpferischer Auftritt der Gummersbacher wurde bei der 24:29 (12:14)-Pleite am Donnerstagabend (23.05.2019) nicht belohnt. Damit belegt der VfL weiterhin den 16. Platz der Tabelle - mit zwei Punkten Abstand auf den ersten Abstiegsrang und einem Spiel weniger als Hauptkonkurrent Bietigheim.

Erste VfL-Auszeit schon nach vier Minuten

Gummersbach startete schlecht in die Partie. Bereits nach vier Minuten stand es 4:0 für den SC Magdeburg, VfL-Trainer Torge Greve nahm die erste Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln. In der Folge traf dann Moritz Preuss zum ersten Mal für Gummersbach ins Netz (6. Spielminute).

Greve versuchte es anschließend bei Angriffssituationen mit einem zusätzlichen Feldspieler, um den Rückstand zu minimieren. Zunächst ging der Plan auf, nach neun gespielten Minuten stand es nur noch 5:4 für den SCM.

Gummersbach bleibt dran, SCM-Torwart mit Glanzleistung

Die Oberbergischen arbeiteten engagiert und rangen dem Tabellenvierten einen 12:14-Pausenstand ab. Zuvor hatte SCM-Torhüter Jannick Green für einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung gesorgt und mehrfach glänzend pariert. Es war ein körperlich intensives Spiel - in der ersten Halbzeit bekam Gummersbach drei Zeitstrafen.

Nach knapp 35 Minuten wurde der Mut des VfL dann belohnt: Erst glich Eirik Köpp für Gummersbach zum 14:14 aus, kurz darauf gingen die Gäste sogar durch einen erneuten Wurf von Köpp in Führung. Der VfL nahm oft einen zusätzlichen Feldspieler für Torwart Carsten Lichtlein auf die Platte, ging ein hohes Risiko ein.

Nationalspieler Musche Top-Schütze

Doch der SC Magdeburg behielt die Oberhand in der Partie und nutzte seine Wurfmöglichkeiten eiskalt. Daran änderte auch die Rote Karte für Zeljko Musa gut fünf Minuten vor Schluss nichts. Der VfL bekam vor allem Top-Torjäger und Nationalspieler Matthias Musche nicht in den Griff, der zum Endstand von 29:24 für Magdeburg acht Tore beisteuerte. Bester Werfer auf Gummersbacher Seite war Florian Baumgartner mit sechs Treffern.

Bietigheim kann heranrücken

Konkurrent Bietigheim empfängt am Samstag (25.05.2019, 20.30 Uhr) den TBV Lemgo Lippe zum Duell und kann damit zu Gummersbach aufschließen.

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 32. Spieltag 2018/2019

Donnerstag, 23.05.2019 | 19.00 Uhr

Wappen SC Magdeburg

SC Magdeburg

Green, Quenstedt – Bransche (1), Christiansen (2), Bezjak (1), O´Sullivan (1), Chrapkowski (1), M. Damgaard (4) – Pettersson (1), R. Weber (5/1), Mertens, Musa (5), Musche (8/4) – Kurch

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Wappen VfL Gummersbach

VfL Gummersbach

Lichtlein, Puhle – Baumgärtner (6), Martinovic (4), Dayan, Herzig (2), Köpp (4), Norouzi Nezhad, Schukow (2) – Busch, Schröter (1), Bialowas, Sommer (2/2) – A. Becker, Preuss (3), Stüber

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Fakten und Zahlen zum Spiel

SC Magdeburg VfL Gummersbach
Siebenmeter 6 Würfe, 5 Treffer 3 Würfe, 2 Treffer
Strafminuten 6 Min. 10 Min.

Zuschauer:

  • 6.404

Schiedsrichter:

  • Grobe (Bochum), Kinzel (Bochum)

Stand: Donnerstag, 23.05.2019, 20:46 Uhr

Stand: 23.05.2019, 20:35