GWD Minden ohne Chance bei Meister Magdeburg

Stand: 25.09.2022, 17:49 Uhr

In der Handball-Bundesliga hat GWD Minden auch die fünfte Partie der Saison verloren. Der SC Magdeburg war zu stark für den Tabellenletzten. Der TBV Lemgo Lippe spielte nur Remis gegen Leipzig.

GWD Minden muss in der Handball-Bundesliga weiter auf den ersten Punkterfolg warten. Auch das fünfte Saisonspiel beim SC Magdeburg ging verloren, das Tabellenschlusslicht konnte beim 25:39 (12:17) jedoch zeitweise besser als erwartet mit dem amtierenden Meister mithalten.

Minden startet zweimal stark - mehr aber auch nicht

18 Minuten lang war es eine komplett offene Partie, Mats Korte erzielte den 8:8-Ausgleich (19.) - dem folgte jedoch ein entscheidender Zwischenlauf des SCM. Vor allem dank der Klasse von Omar Ingi Magnusson, der in der ersten Halbzeit sechs Tore erzielte, führte der Gastgeber dann doch zur Pause mit fünf Toren Vorsprung.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Mindener wieder in guter Verfassung und legten einen 8:7-Start hin. Doch auch diesmal war die Gegenwehr nur zeitlich begrenzt, Magdeburg zog in der Folge auf 30:21 davon und hatte die Partie nach 48 Minuten entschieden. In der Schlussphase wurde aus einem Spiel, in dem Minden in zwei Phasen sogar mithalten konnte, doch eine eindeutige Angelegenheit. Auch weil die GWD-Defensive mit dem Angriff des Meisters überfordert war.

Lemgo lässt unnötig einen Punkt liegen

Der TBV Lemgo Lippe erlebte zehn Minuten, die wahrscheinlich noch länger in Erinnerung bleiben. Gegen den SC DHfK Leipzig spielten die Westfalen eine starke erste Halbzeit und führten mit 16:11 - ehe nach der Pause der ganz große Blitz-Einbruch kam. In der 40. Minute brachte Viggo Kristjansson die Gäste tatsächlich in Führung und veredelte einen 7:1-Lauf der Leipziger.

Der Moment des Führungswechsels hatte für Lemgo offenbar jedoch eine heilsame Wirkung. Die Defensive fand zurück zu ihrer Stärke und der Angriff funktionierte wieder - nach 52 Minuten führte der TBV mit 26:23.

Doch Leipzig blieb aber dran, den Gästen gelang eineinhalb Minuten vor Schluss der 28:28-Ausgleich. Der überragende Samuel Zendner (zwölf Tore) behielt darauf per Siebenmeter zwar die Nerven, Leipzig bekam jedoch ebenfalls noch einen Strafwurf zugesprochen, den Kristjansson zum Endstand verwandelte.