Saisonhighlight für ASV Hamm-Westfalen im Pokal

Die Spieler des ASV Hamm-Westfalen bejubeln einen Sieg gegen den TV Emsdetten

Saisonhighlight für ASV Hamm-Westfalen im Pokal

Von Julian Tilders

  • ASV Hamm-Westfalen letzter verbliebener Zweitligist im DHB-Pokal
  • Geschichtsträchtiger Einzug in das Viertelfinale möglich
  • Gegner Ludwigshafen steht im Erstliga-Tabellenkeller

Es war ein Ausrufezeichen, das der ASV Hamm-Westfalen setzte. Traditionell sind spätestens im DHB-Pokal-Achtelfinale die Erstliga-Handballklubs unter sich. Doch nach dem Erstrundenturnier im August steht auch der Zweitligist aus NRW in der Runde der besten sechzehn Klubs.

Das Team von Trainer Kay Rothenpieler zeigte in der Vorrunde gegen den Bundesligisten TSV GWD Minden eine Galavorstellung und siegte deutlich mit 31:21, bezwang anschließend Drittligist HC Empor Rostock (28:19). Hamm ist nun der letzte verbliebene Zweitligist im Wettbewerb und zugleich einer von nur drei NRW-Vereinen, die noch mit von der Partie sind. Geschichtsträchtig könnte der Einzug in das Viertelfinale sein - noch nie ist einem Zweitligisten dies gelungen.

Ludwigshafen als vermeintlich schlagbarer Gegner?

Gegner am Mittwochabend (02.10.2019, 19.15 Uhr) ist nun ein weiterer Klub aus dem Oberhaus. Die Eulen Ludwigshafen rangieren in der Bundesliga aktuell auf Rang 16 und verloren sechs der ersten sieben Spiele. Zuletzt setzte es für die Norddeutschen eine 19:29-Niederlage gegen die Füchse Berlin.

Seit Jahren wechselt Ludwigshafen zwischen Erst- und Zweitklassigkeit, musste seit dem erstmaligen Aufstieg zur Saison 2010/11 bereits zweimal wieder den Gang nach unten antreten. In der letzten Saison retteten sich die Eulen am letzten Spieltag noch spektakulär in der letzten Sekunde auf Platz 16. Ein vermeintlich dankbarer Gegner im Pokal-Achtelfinale also?

Hamm im Zweitliga-Spitzenkreis

Jedenfalls läuft es für Hamm-Westfalen in Liga zwei gut - das Oberhaus scheint nicht allzu weit entfernt zu sein. Der ASV steht nach sechs Spieltagen auf dem zweiten Platz, holte vier Siege, ein Remis und musste sich erst einmal geschlagen geben. Allerdings datiert diese Niederlage vom letzten Spieltag, als die Westfalen Aufsteiger ThSV Eisenach überraschend mit 24:29 unterlagen. "Wir wurden abgekocht", analysierte Rothenpieler auf der vereinseigenen Internetseite nach dem Spiel. Ein Warnschuss vor den Bug, der als Weckruf für die anstehende Pokalbegegnung fungieren sollte.

"Die Halle muss von der ersten Minute an brennen", forderte Spieler Jakob Schwabe im Gespräch mit wa.de die Zuschauer auf, mit der Mannschaft an einem Strang zu ziehen. Er fügte an: "Wenn wir Emotionalität, Kampf und Leidenschaft an den Tag legen und dann auch noch unsere Qualität auf die Platte bringen, dann haben wir gegen einen qualitativ hoch besetzten Erstligisten vielleicht eine Chance." Dies hat auch schon Minden leidvoll erfahren müssen.

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Stand: 01.10.2019, 17:14