BHC mit Teamgeist und Kontinuität zum Erfolg

Die Überraschungs-Mannschaft vom Bergischen HC jubelt nach dem Sieg gegen die HSG Wetzlar.

BHC mit Teamgeist und Kontinuität zum Erfolg

Von Thorsten Rosenberg

  • Bergischer HC das Überraschungsteam der Bundesliga
  • Aufsteiger nach acht Spielen Fünfter - nur zwei Niederlagen
  • Aron Thor Gunnarsson auf Platz zwei der Torjägerliste

Niemand hatte den Bergischen HC auf der Rechnung, nun ist der Klub nach acht Spielen und nur zwei Niederlagen Fünfter der Handball-Bundesliga. Doch was sagt die gute Platzierung über die Qualität des Liganeulings aus?

Die Siege wurden vornehmlich gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte erreicht. Dabei waren auch mühevolle Erfolge, wie etwa das 26:23 gegen Mitaufsteiger Bietigheim, der mit nur zwei Punkten auf den Abstiegsplätzen rangiert. Gegen Erlangen und Lemgo gelangen deutliche Siege (jeweils 35:26).

Gegen Magdeburg hatte der BHC beim 27:32 keine Chance. Die zweite Niederlage kassierte das Team in Burgdorf (26:29), derzeit Neunter.

Starker Teamgeist und unbändiger Einsatz

Arnor Thor Gunnarsson vom Bergischen HC jubelt nach einem Treffer

Arnor Thor Gunnarsson

Dennoch ist der tolle Start nicht hoch genug einzuschätzen. Konsequentes Umschalten von Abwehr auf Angriff, unbändiger Einsatz und starker Teamgeist - das ist der BHC 2018. Das wurde zuletzt beim 27:25 in Wetzlar deutlich, als mit BHC-Urgestein Arnor Thor Gunnarsson - seit 2012 im Klub und in dieser Saison mit bislang 54 Toren Zweiter der Torjägerliste - der Schütze vom Dienst ausfiel und sich der 19-jährige Yannick Fraatz mit sieben Treffern als würdiger Ersatz erwies.

Auch Jeffrey Boomhouwer, Tomas Babak sowie die beiden Torhüter Bastian Rutschmann und Christopher Rudeck rissen die Mannschaft in einer Phase mit, als die Partie zu kippen drohte.

Kontinuität zahlt sich jetzt aus

Sebastian Hinze, Trainer des Bergischen HC.

Sebastian Hinze

Trainer Sebastian Hinze hat seit 2012 das sportliche Sagen. Die Kontinuität scheint sich nun auszuzahlen. Die Grundlagen für den Erfolg liegen bereits in der vergangenen Spielzeit. "Immer dann, wenn wir es schaffen unser Spiel, das wir über die Zweitligasaison entwickelt haben, auf die Platte zu bringen (...), dann sind wir verdammt schwer zu schlagen", zeigt sich der Coach selbstbewusst.

Kein Plan B für Arena-Neubau

Der Verein um Geschäftsführer Jörg Föste hatte jedoch auch eine Niederlage zu verkraften. Der Bau einer Arena in Solingen scheiterte, weil keine Einigkeit mit dem Eigentümer des Geländes erzielt werden konnte. Einen Plan B gibt es (noch) nicht.

Eine zeitgemäße Halle sieht man im Verein jedoch als Voraussetzung für den dauerhaften Fortbestand des BHC. Zur Zeit werden die Spiele im Wechsel in Solingen und in Wuppertal ausgetragen. Für Topspiele weicht der Klub nach Düsseldorf aus.

Schwere Aufgaben bis Anfang Dezember

Die nächsten sieben Partien haben es in sich. Bis Anfang Dezember geht es unter anderem gegen die Topklubs Rhein-Neckar Löwen (H/01.11.), Kiel (H/15.11.) und Berlin (A/02.12.). Gegen die Löwen steht zudem mit dem Pokal-Achtelfinale ein weiteres Highlight an (H/16.10).

Stand: 08.10.2018, 12:08