Bergischer HC - Projekt Wiederaufstieg läuft auf Hochtouren

Bergischer HC: Torjubel Arnor Thor Gunnarsson

Bergischer HC - Projekt Wiederaufstieg läuft auf Hochtouren

Von Jens Mickler

  • Bergischer HC mit Traumbilanz von 30:0 Punkten in der 2. Handball-Bundesliga
  • Das Schweden-Duo Darj und Arnesson erweist sich als Volltreffer
  • "Heiße" Dezember-Duelle gegen Lübeck und Rhein Vikings stehen an

Spitzenspiel in der 2. Handball-Bundesliga: Am Freitag (24.11.2017) deklassierte Tabellenführer Bergischer HC den Rangzweiten SG BBM Bietigheim in dessen Halle mit 33:23, und SG-Trainer Hermann Mayerhoffer kommentierte: "Das war ein Klassenunterschied." Mit dem Sieg bei den Schwaben bauten die Bergischen Löwen ihre Spitzenposition auf 30:0 Punkte aus. Der Vorsprung auf den neuen ersten Verfolger, VfL Lübeck-Schwartau, beträgt komfortable acht Punkte. Das Unternehmen "Wiederaufstieg in die Bundesliga" läuft bei den Löwen also wie geschmiert.

Zur ersten Sechs kam eine zweite starke Sechs hinzu

Dass es nur ein einjähriges Gastspiel in der 2. Bundesliga werden sollte, war das klare Vorhaben der Verantwortlichen um BHC-Beirat Jörg Föste. Schon im vergangenen Winter, als die Mannschaft mit fünf Punkten abgeschlagen in der Bundesliga dem Abstieg entgegentaumelte, arbeitete der Klub an einer Mannschaft mit Zukunft. "Unser Plus war, dass wir nach dem Abstieg die erste Sechs halten konnten und eine zweite Sechs hinzugewinnen konnten, die der Stammformation in wenig bis nichts nachstand", sagt Föste zu WDR.de.

Vor allem das Schweden-Duo Max Darj und Linus Arnesson erwies sich als Volltreffer für die neue Mannschaft. Abwehrchef Darj kam vom schwedischen Ex-Meister Alingsås HK an die Wupper, den Rückraumlinken Linus Arnesson holte der BHC von Redbergslids IK, ebenfalls ein Klub aus Schwedens erster Liga. Sowohl Darj als auch Arnesson fungierten als Spielführer ihrer schwedischen Teams und brauchten kaum Anlaufzeit in Deutschland.

Starke tschechisch-slowakische Achse

Als Verstärkung erwies sich zudem die tschechisch-slowakische Achse mit Leos Petrovsky (Kreis), Milan Kotrc (Linksaußen) und Csaba Szücs (Rückraummitte), die ebenfalls Bundesliga-Tauglichkeit mitbrachte. Um die funktionierende Mannschaft auch über einen möglichen Aufstieg hinaus zu halten, hat der BHC nahezu alle Spieler mit langfristigen Verträgen über den kommenden Sommer hinaus ausgestattet. Eine komfortable Situation, die ligaweit Anerkennung findet. "Unsere Gegner attestieren uns große Ruhe und Beharrlichkeit im Handeln. Das trifft es ganz gut", freut sich Jörg Föste.

Bergischer HC: BHC-Trainer Sebastian Hinze

BHC-Trainer Sebastian Hinze

Ruhe und Beharrlichkeit - das gilt auch für das Wirken von Trainer Sebastian Hinze. Selbst als die Mannschaft in der vergangenen Saison den Abstieg aus der Bundesliga nicht verhindern konnte, stand Hinze - seit 2006 im Klub - nicht zur Debatte. Hinzes Vertrag allerdings läuft im Sommer 2018 aus. Kein Grund zur Unruhe im Klub. "Wir handhaben das immer so, dass wir auf dieser Position kurzfristiger planen", sagt Föste und lässt keine Zweifel an der engen Verbundenheit zwischen Hinze und dem Klub.

Szilagyi verabschiedet sich Richtung Kiel

Gerne hätten die Löwen auch mit Viktor Szilagyi als Sportlichem Leiter weitergearbeitet. Der langjährige Profispieler konnte dem Locken des THW Kiel jedoch nicht widerstehen und schloß sich zum 1.1. 2018 dem deutschen Rekordmeister an.

Die Bergischen Löwen indes freuen sich auf "heiße" Dezembertage. Am kommenden Samstag (2.12.2017, 19 Uhr) kommt der Rangzweite VfL Lübeck-Schwartau zum Top-Spiel in die Uni-Halle Wuppertal. Zwei Wochen später steht das Westduell gegen den HC Rhein Vikings an. In beiden Spielen rechnet der Klub mit ausverkauftem Haus. Dazwischen liegt noch das Duell beim Mitabsteiger HBW Balingen-Weilstetten, derzeit Tabellendritter. Wenn nach diesen Begegnungen immer noch die Null auf der Minuspunktseite bei den Löwen stehen sollte, dürfte dem Wiederaufstieg entgültig nichts mehr im Wege stehen.

Stand: 28.11.2017, 12:00

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