Der Paderborner Durchmarsch in Bildern

Der Paderborner Durchmarsch in Bildern

Von Thorsten Rosenberg

Niemand hatte vor der Saison den Aufsteiger SC Paderborn als Aufstiegskandidaten auf dem Zettel. Doch kurz vor Saisonende ergab sich die Chance plötzlich für das Baumgart-Team, und die Ostwestfalen ließen sich nicht lange bitten. Die Sensations-Saison des SCP in Bildern.

Darmstadts Torwart Daniel Heuer-Fernandes hält den Elfmeter von Paderborns Sebastian Schonlau.

Niederlage zum Auftakt in Darmstadt
Die Saison begann für den SC Paderborn mit einer 0:1-Niederlage beim SV Darmstadt 98. Ein Punkt wäre drin gewesen, doch Sebastian Schonlau scheiterte mit seinem Elfmeter an 98-Keeper Daniel Heuer-Fernandes. Doch die Ostwestfalen ließen sich nicht beirren und hielten weiter an dem bereits in der 3. Liga praktiziertem forschen Tempofußball fest.

Niederlage zum Auftakt in Darmstadt
Die Saison begann für den SC Paderborn mit einer 0:1-Niederlage beim SV Darmstadt 98. Ein Punkt wäre drin gewesen, doch Sebastian Schonlau scheiterte mit seinem Elfmeter an 98-Keeper Daniel Heuer-Fernandes. Doch die Ostwestfalen ließen sich nicht beirren und hielten weiter an dem bereits in der 3. Liga praktiziertem forschen Tempofußball fest.

5:3-Sieg in Köln - Erstes Aufrufezeichen der Ostwestfalen
Das erste große Ausrufezeichen gelang dem Team von Trainer Steffen Baumgart bereits am fünften Spieltag, als der haushohe Favorit 1. FC Köln in Müngersdorf mit 5:3 abgefertigt wurde. Die starke Offensive der Paderborner bewies der Liga spätestens in diesem Spiel, wozu sie in der Lage ist.

Nach Pleite beim Vorletzten MSV im Mittelfeld gelandet
Als der SCP am zwölften Spieltag beim Tabellenvorletzten MSV Duisburg mit 0:2 verlor, fand sich das Team als Tabellenzehnter im Mittelfeld wieder. Hätte man gesagt, dort würde der Klub auch am Ende der Saison stehen, hätte sich wohl niemand aus dem Lager der Paderborner beschwert. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt dem Neuling den direkten Aufstieg zugetraut.

Hoher Sieg gegen Dynamo zum Hinrundenabschluss
Ein 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden beendete die Hinrunde für die Baumgart-Elf. Zu Buche stand Platz sieben. Der Rückstand auf Platz drei betrug nun sechs Punkte. Der zweite Platz schien mit elf Punkten Rückstand in weiter Ferne.

6:0 gegen Fürth läutet Serie von vier Spielen ohne Niederlage ein
Ein 6:2 im ersten Spiel der Rückrunde gegen Darmstadt brachte einen verheissungsvollen Auftakt in die restlichen siebzehn Partien. Als die SpVgg Greuther Fürth am 20. Spieltag mit 6:0 geschlagen wurde, war eine kleine Serie von vier Spielen ohne Niederlage eingeläutet (2:1 beim VfL Bochum, 3:2 gegen den 1. FC Köln, 1:1 beim 1. FC Magdeburg). Nach dem Erfolg über Köln war Paderborn nun bereits Fünfter mit drei Punkten Rückstand auf den Dritten Union Berlin. Doch es folgten zwei Niederlagen in Folge.

3:1 bei Union - Plötzlich ist ein Aufstieg im Bereich des Möglichen
Am 26. Spieltag siegte der SCP in Ingolstadt. Es folgten vier Siege und ein Remis, darunter auch das wichtige 3:1 bei Konkurrent Union Berlin. Am 30. Spieltag sprangen die Paderborner nach einem 2:1 bei Holstein Kiel erstmals in der Saison auf den Relegationsplatz. Plötzlich war ein Aufstieg nicht mehr unmöglich.

Drei Spieltage vor Ende erstmals auf direktem Aufstiegsplatz
Mit dem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim grüßten die Ostwestfalen plötzlich von Tabellenplatz zwei - der große Hamburger SV war verdrängt. Paderborns zweifacher Torschütze Christopher Antwi-Adjej genoss das Bad in der Menge.

Rückschlag auf der "Alm" - trotzdem weiter auf Platz 2
Einen Spieltag später hätten die Blau-Schwarzen einen "Big Point" machen können, denn die Verfolger Union Berlin und Hamburger SV verloren ihre Partien. Doch auch der SC unterlag im OWL-Derby bei Arminia Bielefeld verdient mit 0:2. Während die Bielefelder jubelten konnte Ben Zolinski nicht fassen, welche Chance sein Team gerade vertan hatte.

Nach Sieg über den HSV: Die Bundesliga ist nicht mehr weit entfernt

Großer Jubel - Plötzlich ist der Aufstieg ganz nah: Nach dem 4:1 über den Hamburger SV am vorletzten Spieltag ist der ehemalige Bundesliga-Dino raus aus dem Rennen, die Ostwestfalen behaupten Platz zwei. "Wir haben den dritten Platz sicher, so sehen auch unsere Planungen aus für die nächste Woche. Aber natürlich fahren wir nach Dresden, um dort Platz zwei zu verteidigen", sagte Trainer Steffen Baumgart vor der Partie bei Dynamo am letzten Spieltag. Union Berlin geht als Drittplatziertes Team in den Finaltag.

Trotz Niederlage in Dresden: Paderborn steigt auf

Am letzten Spieltag machten es die Paderborner spannend: Ein eigener Sieg in Dresden hätte den sicheren direkten Aufstieg bedeutet. Es ging mit dem Führungstor von Philipp Klement auch gut los. Doch dann drehte Dresden auf: Baris Atik schoss die Sachsen fast im Alleingang zum Sieg. Paderborn mussten am Ende zittern und sich für Schützenhilfe beim VfL Bochum bedanken, die den Konkurrenten Union Berlin mit 2:2 in Schach hielten. Ein weiteres Berliner Tor hätte die Paderborner auf den dritten Platz abrutschen lassen.

Der Moment der Entscheidung

Als in Bochum der Schlusspfiff ertönte, waren die SCP-Spieler bereits im Kabinengang. Also ging es sofort wieder raus auf das Spielfeld und zu den mitgereisten Fans, um den Aufstieg zu feiern.

Stand: 19.05.2019, 17:30 Uhr