VfL Bochum mit Respekt vor wiedererstarktem FC St. Pauli

Thomas Reis, Trainer des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum.

VfL Bochum mit Respekt vor wiedererstarktem FC St. Pauli

Zum Abschluss des 18. Spieltags tritt der Tabellenzweite VfL Bochum beim abstiegsgefährdeten FC St. Pauli an. Mit einem Sieg könnte der VfL bis auf einen Punkt an Spitzenreiter HSV heranrücken.

"Bei 33 Punkten kann man sagen, dass die Hinrunde eine tolle Geschichte war. Wir haben viel Gutes für uns mitgenommen", sagte Bochums Trainer Thomas Reis auf der Pressekonferenz vor der Partie beim abstiegsgefährdeten FC St. Pauli am Donnerstagabend (20.30 Uhr). "Die Mannschaft will gewinnen. Klappt das nicht, dann ist sie unzufrieden. Das ist ein wichtiges Zeichen. Doch die Hinrunde ist nun abgehakt - jetzt geht es darum, gut in die Rückrunde zu starten." 

Nur ein Sieg aus den letzten zehn Spielen gegen St. Pauli

Und die Motivation dürfte groß sein: Mit einem Sieg könnte der seit sechs Spielen unbesiegte VfL bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter Hamburger SV heranrücken. Nach dem glücklichen 1:1 beim SV Sandhausen sollte sich Bochum steigern, denn statistisch gesehen ist St. Pauli ein unangenehmer Gegner für die Bochumer: Nur eines der letzten zehn Pflichtspiele konnten die Blau-Weißen gewinnen. Auch im Hinspiel musste sich der VfL nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen. Der letzte Auswärtssieg am Hamburger Millerntor liegt fast sieben Jahre zurück.

Bei Bochum wird wahrscheinlich Linksaußen Gerrit Holtmann wieder in die Startelf rücken. "Er hat gute Karten", so Reis. Auch Rechtsaußen Tarsis Bonga und Angreifer Soma Novothny sind wieder im Training, Letzterer sei wieder eine Option für den Kader. Für Ersatzkeeper Patrick Drewes käme das Spiel aber noch zu früh. Bei ihm hofft Reis, dass er im nächsten Spiel gegen den Karlsruher SC wieder im Kader steht.

St. Pauli zuletzt mit zwei Siegen

St. Pauli steht derzeit auf Relegationsplatz 16, konnte aber zuletzt Siege bei Hannover 96 und gegen Jahn Regensburg feiern. "Das wird wieder eine ganz andere Aufgabe als am vergangenen Sonntag", sagte Reis. "Pauli hat sich gefangen, sie haben neue Spieler an Bord und spielen nun einen anderen Fußball, als noch in der Hinrunde."

Großen Anteil am Aufschwung der Hamburger hat der Ex-Schalker Guido Burgstaller, der nach seiner Verletzungspause bisher drei Spiele bestritt und zwei Tore erzielte. Möglicherweise wird St. Paulis Trainer Timo Schultz ihn aber nicht von Beginn an aufbieten. "Bei ihm werden wir genau hinschauen, was Spielzeiten und Intensität angeht", so Schultz.

Stand: 27.01.2021, 18:06