Arminia Bielefeld will Zehn-Punkte-Abstand

Timo Letschert (l) im Zweikampf mit Bielefelds Andreas Voglsammer

Arminia Bielefeld will Zehn-Punkte-Abstand

Von Jakob Halbfas

  • Bielefeld zu Gast beim Hamburger SV
  • Arminia kann zweistelligen Abstand herstellen
  • Beide Mannschaften kassierten zuletzt späten Ausgleich

Fast gleichzeitig erlebten Arminia Bielefeld und der Hamburger SV am vergangenen Spieltag in letzter Sekunde einen Schock. Die Arminia kassierte im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück, den man über 90 Minuten weitgehend im Griff hatte, in der 4. Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich. In der gleichen Minute musste der HSV bei Greuther Fürth den 2:2-Ausgleich hinnehmen und verpasste es somit, den Abstand zur Arminia auf fünf Zähler zu verkürzen.

Zwei punktgleiche Verfolger jagen Arminia

DSC-Trainer Uwe Neuhaus und sein Team konnten am Ende besser mit dem Remis leben als der HSV, der es zudem verpasste, sich vom VfB Stuttgart abzusetzten. Der VfB erlitt ebenfalls in allerletzter Sekunde einen Rückschlag und verlor in der Nachspielzeit bei Wehen Wiesbaden mit 1:2.

Nun hat die Arminia also zwei punktgleiche Verfolger im Nacken, für die beide nur der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga zählt. Bielefeld hat für die verbleibenden acht Spiele ein sieben-Punkte-Polster, das am Sonntag (24.05.2020/13.30 Uhr) bei einem Sieg sogar auf zehn Zähler Vorsprung auf Platz 3 ansteigen könnte. "Verliert Hamburg, müssten sie zehn Punkte auf uns aufholen, und werden wohl nicht mehr in unsere Richtung denken", sagte Neuhaus am Freitag. "Wenn wir eine Niederlage erleiden, haben wir noch vier Punkte Vorsprung und können es aus eigener Kraft schaffen."

Form vor der Pause spricht für DSC

Schaut man sich die letzten Spiele der Arminia und des HSV an, spricht einiges für die Ostwestfalen, die seit acht Spielen ungeschlagen sind - die Hamburger haben hingegen aus den letzten fünf Spielen nur fünf Punkte eingefahren. Allerdings spielt das alles, was vor der Unterbrechung war, jetzt nur bedingt eine Rolle. Am Sonntag kommt es unter anderem darauf an, was die beiden Mannschaften aus den späten Rückschlägen von dem vergangenen Spieltag gelernt haben.

"Wir haben bisher in den Auswärtsspielen vieles richtig gemacht. Mit jedem weiteren Erfolg ist das Selbstvertrauen immens gewachsen", meinte Neuhaus und hofft, dass diese Erfolgsbilanz weiter Bestand hat: "Die Auswärtsspiele, die wir noch haben, sind nicht von Pappe."

Mit in Hamburg dabei sein wird Torjäger Andreas Voglsammer, der gegen Osnabrück sein Comeback gab. Im Januar erlitt der 28-Jährige in der Partie gegen Aue einen Mittelfußbruch und musste anschließend operiert werden.

Stand: 22.05.2020, 15:55