Fortuna muss Aue besiegen - und auf Schützenhilfe hoffen

Uwe Rösler, Trainer von Fortuna Düsseldorf.

Fortuna muss Aue besiegen - und auf Schützenhilfe hoffen

Nach dem enttäuschenden Remis gegen Braunschweig hat Fortuna Düsseldorf nur noch minimale Chancen auf den Wiederaufstieg und muss auf Patzer der Konkurrenz hoffen.

Ganz abgeschrieben hat Fortuna Düsseldorf den direkten Wiederaufsteig in die Bundesliga noch nicht. "Ich glaube daran. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, das muss ich jetzt auch zugeben. Jetzt gilt es eben auf die anderen zu hoffen", sagte Vorstandsmitglied Klaus Allofs der "Rheinischen Post". Doch schon am Sonntag könnten sich die Aufstiegsträume der Fortuna in Luft auflösen.

Zwei Siege sind Pflicht - dann muss man schauen

Fest steht: Fortuna muss ihre zwei verbleibenden Spiele gegen Erzgebirge Aue sowie bei der SpVgg Greuther Fürth gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen. Für Düsseldorf würde der 33. Spieltag am Sonntag optimal verlaufen, wenn Fürth beim SC Paderborn und der Hamburger SV beim VfL Osnabrück verlieren würden. Bei dieser Konstellation - natürlich einen Sieg der Fortuna vorausgesetzt - würde Düsseldorf bis auf zwei Punkte an den Tabellendritten Fürth heranrücken und hätte am letzten Spieltag die Chance, mit einem Sieg im direkten Duell mit den Franken noch in die Aufstiegsrelegation zu rutschen.

Sollte Fürth sein Spiel in Paderborn gewinnen, kann die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler Platz drei nicht mehr erreichen. Auch bei einem Unentschieden der Fürther bestünde nur noch eine theoretische Chance, weil die Spielvereinigung das um 15 Treffer bessere Torverhältnis hat. Sollte Fürth verlieren und der HSV gewinnen, müsste Düsseldorf am letzten Spieltag auf eine Niederlage der um zwei Punkte besseren Hanseaten hoffen, die ebenfalls ein deutlich besseres Torverhältnis haben als die Rheinländer - wieder einen Sieg der Fortuna in Fürth vorausgesetzt.

Gegner Aue reist ohne Chef- und Co-Trainer an

In den letzten beiden Partien gegen den Karlsruher SC (3:2) und Eintracht Braunschweig (2:2) kassierte die Fortuna jeweils zwei Gegentore. "Das sind einfach zu viele", sagte Rösler. "Wenn wir gegen Aue die Null halten, gewinnen wir das Spiel. Das muss unser Anspruch sein." Gegner Aue ist schwer einzuschätzen: Nach einer 3:8-Klatsche gegen Paderborn am vergangenen Spieltag ließen sich Trainer Dirk Schuster und sein Assistent Sascha Franz krankschreiben und werden beim letzten Heimspiel der Fortuna auch nicht für Aue an der Seitenlinie stehen.

"Das Spiel gegen Paderborn war nicht das typische Bild von Aue. Normalerweise steht dieser Verein für Mentalität. Deswegen rechne ich mit einer Reaktion am Sonntag", warnt Rösler. Verzichten muss der F95-Coach auf Angreifer Dawid Kownacki (Gehirnerschütterung) und Innenverteidiger Andre Hoffmann, dafür werden die zuletzt angeschlagenen Matthias Zimmermann und Kristoffer Petersson voraussichtlich wieder im Kader stehen.

Rösler-Entscheidung nach Aue-Spiel

Sollten die Aufstiegsträume am Sonntag platzen, könnte sich auch schnell die Zukunft von Rösler klären, dessen Vertrag ausläuft. "Ich gehe davon aus, dass wir uns vor der letzten Partie gegen Fürth zusammensetzen werden und die Lage sondieren. Dann werden wir zeitnah eine Entscheidung mitteilen", sagte Rösler der "Rheinischen Post."

Stand: 15.05.2021, 20:29