Paderborn mit vielen Fragen in Heidenheim

Paderborns Trainer Lukas Kwasniok

Paderborn mit vielen Fragen in Heidenheim

Schwierige Auswärtsaufgabe für den SC Paderborn zum Zweitligaauftakt: Das Team des neuen Trainers Lukas Kwasniok tritt am Samstag beim 1. FC Heidenheim an.

Die nackte Fakten-Meldung vor dem ersten Saisonspiel des SC Paderborn liest sich wie folgt: Der SCP muss am Samstag beim 1. FC Heidenheim gleich fünf Spieler ersetzen. Wie der Verein bekannt gab, stehen die verletzten Frederic Ananou, Marcel Correia, Marcel Mehlem und Jesse Tugbenyo sowie der gerade erst verpflichtete Robin Yalcin nicht zur Verfügung.

Torwart Zingerle wackelt

Noch offen ist zudem der Einsatz von Torwart Leopold Zingerle, der sich im Training am Mittwoch leicht verletzte. Falls Zingerle ausfällt, stehe in Jannik Huth "ein absolut gleichwertiger Mann", wie Cheftrainer Lukas Kwasniok verkündete, zur Verfügung.

Dies der Überblick. Beim genaueren Blick auf die Situation der Ostwestfalen wird deutlich, dass dem Team um den neuen Coach Lukas Kwasniok ein regelrechter Gang ins Ungewisse bevorsteht. Denn nach dem Abgang von Steffen Baumgart ist mit dem heißblütigen Kwasniok nicht nur ein neuer Leitwolf an der Seitenlinie unterwegs.

Meet the Team: SC Paderborn

Sportschau 16.07.2021 Verfügbar bis 16.07.2022 ARD


Viele wichtige Leute sind abgewandert

Auch die Besetzung der Mannschaft hat ein völlig neues Gesicht bekommen. Nicht weniger als 12 Abgänge hat das Team zu verkraften, darunter sind Leistungsträger wie Sebastian Vasiliadis (zu Arminia Bielefeld), Sebastian Schonlau (zum HSV) sowie Torjäger Chris Führich, den es zum VfB Stuttgart zog. Für Paderborn erzielte Führich in der vergangenen Zweiliga-Saison 13 Tore und bereitete sieben weitere vor.

Erst im Jahr zuvor war er von Borussia Dortmunds U 23 nach Ostwestfalen gewechselt. "Am Ende war es eine schwierige Abwägung zwischen sportlicher und wirtschaftlicher Wertschöpfung. Ich bin überzeugt davon, dass wir hier gemeinsam für unseren Klub richtig entschieden haben", sagte SC-Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth zu dem Transfer.

Gute Nachwuchsarbeit: Geldregen von der DFL

Gute Nachrichten gab es derweil im Verlauf der Woche von der DFL: Neben Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg darf sich der SCP für den häufigen Einsatz von sogenannten "Local Playern" auf Sonderzahlungen freuen. Die drei Vereine belegten in der Kategorie "Einsatzminuten von U23-Lizenzspielern" (mindestens drei Jahre zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr bei einem Klub im Bereich des DFB) die ersten drei Plätze, wie die Deutsche Fußball Liga am Mittwoch mitteilte.

Fürth führt die Statistik mit 11.553 Einsatzminuten an und erhält eine Summe von 1,9 Millionen Euro, auf den Plätzen folgen Paderborn (1,7 Millionen Euro) und der neunmalige deutsche Meister aus Nürnberg, der 1,6 Millionen Euro zusätzlich erhält.

Stand: 22.07.2021, 20:49

Weitere Themen