Teamcheck Arminia Bielefeld: Unaufgeregt ins Aufstiegsrennen

Die Spieler von Tabellenführer Arminia Bielefeld hatten in der Hinrunde allen Grund zum Jubeln.

Teamcheck Arminia Bielefeld: Unaufgeregt ins Aufstiegsrennen

Von Thorsten Rosenberg

Teil 2/2 - Trainer Uwe Neuhaus will den Druck aufrecht erhalten

Der Trainer

Im Dezember 2018 war Uwe Neuhaus auf die "Alm" gewechselt und hatte das taumelnde Team von seinem Vorgänger Jeff Saibene übernommen. Unter ihm spielte die Arminia eine erfolgreiche Rückrunde. Im Sommer hatte er nun erstmals die Gelegenheit, eine Bielefelder Mannschaft auf eine gesamte Saison vorzubereiten.

Trainer Uwe Neuhaus (Arminia Bielefeld)

Trainer Uwe Neuhaus

Die Arbeit von Neuhaus habe sich für eine Mannschaft, die "vorher mit dem Ball nicht unbedingt viel anfangen konnte", ausgezahlt, sagte Stürmer Fabian Klos. Dem 60-jährigen Coach gelang es in seiner ruhigen und sachlichen Art, den Spielern seine Vorstellung des Ballbesitz-Fußballs einzuimpfen. Ein Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs wäre auch für Neuhaus ein besonderer Erfolg: Noch nie trainierte der gebürtige Hattinger ein Bundesliga-Team.

Erwartungen an die Rückrunde

34 Punkte aus den ersten 18 Spielen der Rückrunde unter der Ägide von Neuhaus, 34 Punkte aus den bisherigen 18 Partien der aktuellen Saison - unter Neuhaus´ Leitung ist Kontinuität eingezogen in Ostwestfalen. Offiziell bleibt man beim Herbstmeister gelassen, was das Thema Aufstieg anbelangt. Das bewährte Erfolgsrezept laute, "sich immer auf das nächste Spiel richtig vorzubereiten, gut zu trainieren und keinen Deut nachzulassen", wie Neuhaus es im Dezember gegenüber dem "Kicker" formulierte.

Auch die Frage, ob seine Mannschaft mit dem neuen Status vom Verfolger zum Gejagten zurechtkommt, stellt sich für den Übungsleiter nicht. "Ich will Druck", sagte Neuhaus im Trainingslager in Benidorm gegenüber der "Neuen Westfälischen". "Dann unterlaufen meistens weniger Fehler."

Die Vorbereitung auf die restlichen 16 Partien verlief unaufgeregt. Wenn es in der Hinrunde etwas auszusetzen gab, dann war es die Heimschwäche. Nur zwei Siege, allerdings auch nur eine Niederlage bei fünf Remis ist eine Bilanz, die für einen Spitzenreiter ungewöhnlich ist.

Sollte die Arminia frei von Verletzungssorgen bleiben, wenn das Team dem zu erwartenden anwachsenden Druck der starken Konkurrenz aus Hamburg und Stuttgart standhalten sollte und wenn der DSC die "Alm" wieder zu einer Festung machen kann ist es den Arminen zuzutrauen, bis zum Ende im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitzureden.

Spätestens seit der St.Pauli-Pleite weiß das Team: Die Bielefelder dürfen sich keinen Moment mit weniger als hundert Prozent auf dem Platz präsentieren. Los geht´s am Dienstag (18.30 Uhr) mit dem Westfalenduell gegen den VfL Bochum.

Stand: 26.01.2020, 14:53