Teamcheck Arminia Bielefeld: Unaufgeregt ins Aufstiegsrennen

Die Spieler von Tabellenführer Arminia Bielefeld hatten in der Hinrunde allen Grund zum Jubeln.

Teamcheck Arminia Bielefeld: Unaufgeregt ins Aufstiegsrennen

Von Thorsten Rosenberg

  • Arminia Bielefeld geht als Spitzenreiter in die Restsaison
  • Konstanz, Effektivität und Siegeswille als Schlüssel zum Erfolg
  • Rückrundenstart am Dienstag (18.30 Uhr) gegen Bochum

So lief die Hinrunde

Eitel Sonnenschein in Bielefeld: Nach 18 Spieltagen steht die Arminia ganz oben in der Tabelle, drei Zähler vor dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Die Ostwestfalen spielten eine beeindrucke Hinrunde, erst zum Ende schien den Mannen um Toptorschütze Fabian Klos (13 Tore) die Puste auszugehen - was sich im letzten Spiel des Jahres in einer 0:3-Niederlage beim FC St. Pauli äußerte, der ersten Auswärtsniederlage in der laufenden Spielzeit.

Zuvor bewiesen die Bielefelder Konstanz und Effektivität. Nur eine Niederlage (0:1 gegen Stuttgart) - das war nur möglich, weil die Arminen einen unbändigen Siegeswillen an den Tag legten, eine enorme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bewiesen und im Teamgefüge funktionierten.

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Der Wille, das Spiel zu gewinnen, sorgte dafür, dass knappe Partien, die noch vor kurzem verloren gingen, erfolgreich gestaltet wurden. Ausrufezeichen setzten die Bielefelder, etwa beim 5:2-Sieg in Wiesbaden, beim 5:1-Triumph in Nürnberg sowie beim 2:3 im DFB-Pokal gegen den FC Schalke, als die Arminen in den letzten 20 Minuten nach einem 0:3-Rückstand um ein Haar noch ausgeglichen hätten.

Ausfälle, wie die der Innenverteidiger Brian Behrendt und Álex Pérez, wurden fast geräuschlos gelöst. Im genannten Fall übernahm der 21jährige Amos Pieper den Job und spielte eine beeindruckend abgeklärte Hinrunde. Die Neuzugänge Joakim Nilsson (Innenverteidigung) und Marcel Hartel (zentrales Mittelfeld) gaben dem Team entscheidende Impulse.

Das offensive, auf Ballbesitz basierende Spielsystem von Trainer Uwe Neuhaus verinnerlichten seine Schützlinge mehr und mehr. Mit jedem Erfolg wuchs das Selbstbewusstsein, so dass Spieler wie Fabian Klos, Andreas Voglsammer und Florian Hartherz derzeit stark wie nie auftreten.

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Wer kommt, wer geht?

Spektakuläre Neuverpflichtungen vermeldeten die Bielefelder in der Winterpause nicht. Aus Schweden kam Torwart Oscar Linnér (22), Nachwuchsstürmer Sebastian Müller (18) wechselte aus Köln an den Teutoburger Wald - beides Neuverpflichtungen mit perspektivischem Charakter.

Stefan Ortega (Arminia Bielefeld)

Torwart Stefan Ortega Moreno

Wichtiger war die Vertragsverlängerung mit Torwart Stefan Ortega Moreno. Der 27-Jährige, der zwischenzeitlich mit Klubs wie Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht worden war, und die Ostwestfalen einigten sich auf eine Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2022. Eine nicht unwichtige Personlie beim DSC: Der Keeper avancierte in der Hinrunde nicht zur zu einem sicheren Rückhalt. Mit seinen gefährlichen Abschlägen setzte er das ein oder andere Mal die Offensivabteilung um Fabian Klos effektiv in Szene.

Abgänge gab es bislang keine. Nur in Sachen Álex Pérez scheint klar, dass sich die Wege im Sommer trennen werden. Der Spanier, der im September beim Auswärtsspiel in Hannover einen starken Einstand gefeiert hatte, stand aus Gründen der Fitness und Verletzungsanfälligkeit nur noch zwei weitere Male im DSC-Trikot auf dem Platz.

Stand: 26.01.2020, 14:53