Teroddes Rekordtor reicht Schalke nicht zum Sieg in Bremen

Werders Anthony Jung (r.) kämpft gegen Schalkes Simon Terodde um den Ball.

Teroddes Rekordtor reicht Schalke nicht zum Sieg in Bremen

Nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hat der FC Schalke 04 erneut einen Sieg verpasst. Simon Terodde traf für Schalke in Bremen und ist nun Zweitliga-Rekordtorschütze. Werder glich durch einen umstrittenen Elfmeter noch aus.

Die "Königsblauen" spielten am Samstagabend 1:1 (0:0) in Bremen. Das Schalker Tor erzielte Simon Terodde in der 82. Minute: Nach einem Fernschuss von Rodrigo Zalazar köpfte er einen abgeprallten Ball ins Netz.

Durch das 154. Zweitligator seiner Karriere stieg der 33-Jährige zum alleinigen Rekordtorschützen der Liga vor Dieter Schatzschneider auf.

Terodde und die Rekordtorschützen der 2. Liga

Simon Terodde steht seit seinem Treffer bei Werder Bremen alleine an der Spitze der ewigen Torschützenliste der 2. Bundesliga. Dort wird er wohl erst einmal bleiben, denn die neun anderen Mitglieder der "Top Ten" sind allesamt nicht mehr aktiv.

Simon Terodde wird bejubelt

1. Simon Terodde - 154 Tore: Simon Terodde hat für sechs Zweitligaklubs eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt. In Bochum, Köln, Stuttgart, Hamburg, bei Union Berlin und nun auch für Schalke 04. Eine unglaubliche Bilanz!

1. Simon Terodde - 154 Tore: Simon Terodde hat für sechs Zweitligaklubs eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt. In Bochum, Köln, Stuttgart, Hamburg, bei Union Berlin und nun auch für Schalke 04. Eine unglaubliche Bilanz!

2. Dieter Schatzschneider - 153 Tore: Obwohl Schatzschneider über viele Jahre Rekordhalter unter den Zweitligatorschützen war, holte der ehemalige Profi von Hannover 96 nur ein einziges Mal auch die Torjägerkanone - und das ausgerechnet während seiner halbjährigen Ausleihe an Fortuna Köln.

3. Karl-Heinz Mödrath - 150 Tore: Der nächste ehemalige Spieler von Fortuna Köln in der Liste. Der mit 1,66 m Körpergröße eher untypische Mittelstürmer Karl-Heinz Mödrath war in den 70er und 80er Jahren der Torgarant im Unterhaus.

4. Theo Gries - 123 Tore: Theo Gries war kein Stürmer, sondern Mittelfeldspieler bei Hertha BSC, Alemannia Aachen und Hannover 96 - das zumindest seine Stationen in Liga zwei. Der torgefährliche Strippenzieher wurde nach seiner Karriere unter anderem Scout bei Union Berlin.

5. Sven Demandt - 121 Tore: In der Saison 1988/89 gelangen Sven Demandt für Fortuna Düsseldorf in 38 Spielen 35 Treffer - der damals 24-Jährige wechselte kurz darauf trotz des Aufstiegs seiner Fortuna zu Bayer Leverkusen. Später spielte er wieder im Unterhaus und traf dort noch insgesamt 72 Mal für Hertha BSC und den 1. FSV Mainz 05.

6. Walter Krause - 120 Tore: Krause wurde trotz 120 Treffern nie Torschützenkönig der 2. Liga - bei Kickers Offenbach ist er aber bis heute eine Vereinsikone. 97 Zweitligatore allein für die Hessen sind ein herausragender Wert. Niemandem gelangen für die Kickers überhaupt mehr Treffer.

7. Daniel Jurgeleit - 117 Tore: Mit 392 absolvierten Zweitligaspielen steht Daniel Jurgeleit auf Platz elf der Dauerbrenner im Unterhaus. Union Solingen, der FC Homburg-Saar und der VfB Lübeck freuten sich zwischen 1982 und 1997 über 117 Treffer.

8. Gerd-Volker Schock - 116 Tore: Der offensive Mittelfeldspieler Gerd-Volker Schock konnte in der 2. Liga für Arminia Bielefeld, aber vor allem für "seinen" VfL Osnabrück insgesamt 116 Mal einnetzen. Auch als Trainer hatte Schock unter anderem in Osnabrück und beim Hamburger SV einige erfolgreiche Jahre. Beim VfL steht er in der "Jahrhundertelf".

9. Franz Gerber - 115 Tore: 27 Tore gelangen Franz Gerber in der Saison 1976/77 für den FC St. Pauli. Auch für 1860 München, den Wuppertaler SV, Hannover 96 und den ESV Ingolstadt-Ringsee war Gerber erfolgreich. Zwischendurch spielte er aber auch noch für die Calgary Boomers, die Tulsa Roughnecks und die Tampa Bay Rowdies.

10. Paul Linz - 115 Tore: Der VfL Osnabrück, der Freiburger FC, Waldhof Mannheim und der OSC Bremerhaven freuten sich zwischen 1979 und 1988 über die Treffsicherheit von Paul Linz, der im Schnitt in jedem zweiten Zweitligaspiel ein Tor erzielte.

In der neunten Minute der Nachspielzeit glich Niclas Füllkrug noch durch einen umstrittenen Foulelfmeter für Bremen aus.

42.100 Zuschauer sahen im ausverkauften Weserstadion eine besonders in der ersten Halbzeit sehr rustikale Partie. Kampf war Trumpf, spielerische Lösungen waren selten. Terodde hatte noch die beste Einschussmöglichkeit, lupfte aber den Ball in der elften Minute am Pfosten vorbei.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Viele gut gemeinte Aktionen liefen ins Leere, beide Torhüter wurden weitgehend in Ruhe gelassen. Dennoch wartete Bremens Co-Trainer Danijel Zenkovic, der anstelle des kurzfristig zurückgetretenen Markus Anfang als Interimscoach auf der Werder-Bank saß, bis zur 64. Minute, ehe er den ersten Spielerwechsel vollzog. Anfangs Rücktritt wegen der Impfpass-Affäre war am Samstagvormittag bekanntgeworden.

Video-Überprüfung der Elfmeter-Situation

Werder setzte in der Schlussphase noch einmal alles auf eine Karte. Es lief schon die letzte Minute der Nachspielzeit, als Roger Assalé nach einem Duell mit Schalke-Keeper Martin Fraisl im Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Tobias Stieler checkte die Szene nach wütenden Protesten der Bremer und entschied auf Strafstoß, den Füllkrug zum Ausgleich nutzte.

Schalke auf siebtem Tabellenrang

Nach dem Remis belegt Schalke den siebten Platz der Zweitliga-Tabelle, Bremen ist Achter.

Nächster Gegner der Schalker ist am Samstag, 27. November, der SV Sandhausen. Anstoß ist in der Schalker Arena um 13.30 Uhr.

Stand: 20.11.2021, 22:55

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