Paderborn gibt Sieg in Sandhausen aus der Hand

Paderborns Trainer Lukas Kwasniok gestikuliert am Spielfeldrand

Paderborn gibt Sieg in Sandhausen aus der Hand

Der SC Paderborn stand am 16. Zweitliga-Spieltag beim SV Sandhausen kurz vor dem sechsten Auswärtssieg der Saison. Doch in der Nachspielzeit schlug der SV Sandhausen doch noch zu.

Die Rollen waren vor dem Spiel klar verteilt: Mit dem SC Paderborn reiste die beste Auswärtsmannschaft der 2. Bundesliga am 16. Spieltag zum SV Sandhausen, der im heimischen Stadion in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen hatte. Beide Serien hatten auch nach den 90 Minuten am Samstag Bestand. Beinahe wäre der SCP auch mit allen drei Punkten nach Hause gefahren, doch in der Nachspielzeit traf Sandhausens Bashkim Ajdini zum 1:1-Ausgleich. Marcel Mehlem hatte die Paderborner zuvor in der fünften Minute in Führung gebracht.

Die Paderborner verpassten es damit, nach Punkten zu den Aufstiegsplätzen aufzuschließen und mit 27 Zählern auf Rang vier. Sandhausen hat nun 13 Punkte auf dem Konto, bleibt aber Tabellenvorletzter.

Startelf-Debüt für Cuni und Owusu

Der SCP musste auf Top-Torjäger Sven Michel (13 Saisontore) aufgrund eine Gelbsperre verzichten. Mit Felix Platte fehlte auch der zweite etatmäßige Stürmer weiter verletzt. Dafür feierten Marvin Cuni und Prince Osei Owusu ihr Startelf-Debüt. Doch es war Mehlem, der schon nach fünf Minuten für den perfekten Paderborner Start sorgte. Nach einer verunglückten Grätsche von Sandhausen Immanuel Höhn schnappte sich Mehlem im Mittelfeld den Ball, ließ im Strafraum Dennis Diekmeier aussteigen und legte den Ball überlegt an Torwart Patrick Drewes vorbei ins Tor.

Sandhausen kam nach dem frühen Schock besser ins Spiel und hatte nach 17 Minuten die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Handspiel von Japser van der Werff im Strafraum entschied Schiedsrichter Christof Günsch auf Strafstoß. Pascal Testroet schoss jedoch schwach und scheiterte an SCP-Keeper Jannick Huth. Für Hiuth war es der zweite gehaltene Elfmeter im zweiten Spiel in Folge.

Das Spiel gestaltete sich in der Folge ausgeglichen und war vor allem durch harte Zweikämpfe geprägt. Dicke Chancen waren jedoch Mangelware, womit die knappe Paderborner Führung auch mit dem Pausenpfiff Bestand hatte.

Dörfler an den Pfosten

Auch in der zweiten Spielhälfte bliebt die Partie kampfbetont. Sandhausen drücke zunächst mehr auf das Gas und hatte durch Aleksandr Zhirov die nächste gute Chancen. Seinen Kopfball konnte Hünemeier aber blocken (53.). In der Folge übernahm der SCP wieder die Spielkontrolle, ohne jedoch auch nur im Ansatz gefährlich zu werden.

Insgesamt fand das Spiel in der zweiten Hlabzeit auf überschaubarem Niveau statt. Sandhausen probierte in der Schlussphase viel, ließ aber jegliche Entschlossenheit und Präzision vermissen. Der SCP setzte auf Konter, die aber immer wieder verpufften. In der 82. Minute hatte Ajdini den Ausgleich auf dem Fuß, sein Abschluss war aber kein Problem für Huth. In der Nachspielzeit hätte der eingewechselte Johannes Dörfler für die Entscheidung sorgen können, traf aber nur den Außenpfosten.

Ajdin trifft zum Ausgleich

Und das sollte sich rächen: In der Nachspielzeit verteidigte der SCP zu unentschlossen. Der Ball landetet vor den Füßen von Ajdin, der aus acht Metern platziert ins linke Eck traf. Huth war ohne Abwehrchance. Kurz darauf war Schluss.

Der SC Paderborn schließt die Hinrunde am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen den SV Darmstadt ab (13.30 Uhr). Der SV Sandhausen reist zur selben Zeit zu Holstein Kiel.

lt | Stand: 04.12.2021, 15:25